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Zugangskriterien für Quereinsteiger werden erneut

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Es wird streng selektiert, wer als Quereinsteiger unterrichten darf
©APA, GEORG HOCHMUTH, Themenbild
Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger mit passendem Studium und einschlägiger Berufserfahrung, die erst nebenbei eine pädagogische Ausbildung nachholen, sind mittlerweile eine relevante Größe an Österreichs Schulen. Zuletzt haben sie ein Zehntel der Neueinstellungen ausgemacht. Wer ein Quereinsteiger-Zertifikat erhält, soll in Zukunft noch stärker vom tatsächlichen Personalbedarf der Schulen abhängen. Ab 2027 sind Änderungen beim berufsbegleitenden Hochschullehrgang geplant.

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Der Zugang zum Quereinsteiger-Programm für die allgemeinbildenden Fächer (u.a. Deutsch, Geschichte) in den Mittelschulen, AHS und Berufsbildenden mittleren und höheren berufsbildenden Schulen (BMHS), das 2022 als Reaktion auf den Lehrermangel in bestimmten Gegenständen und Regionen geschaffen wurde, wurde schon einmal begrenzt: Seit 2025 werden nur mehr 500 Plätze pro Jahr zertifiziert und dabei Mangelfächer wie Deutsch, Englisch und Mathematik sowie Sport und Informatik bevorzugt.

Jetzt kommt eine weitere Hürde dazu: Interessierte müssen sich neuerdings vorregistrieren. Nur, wenn die Bildungsdirektion einen Bedarf meldet, wird die Bewerbung an die Zertifizierungskommission weitergeleitet, hieß es am Montag in einer Aussendung des Bildungsministeriums. Am Bewerbungsportal kann man nun auch sehen, inwieweit man die fachlichen Voraussetzungen für den Quereinstieg erfüllt. Ein Bedarfsrechner zeigt außerdem an, in welchen Fächern die Chancen auf eine bedarfsorientierte Zertifizierung besonders gut stehen.

Ab 2027 will Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) noch weitere Änderungen angehen: Für den berufsbegleitenden Lehrgang an den Pädagogischen Hochschulen (PH) soll ein bundesweit einheitlicher Lehrplan kommen. Gleichzeitig soll man nicht mehr acht, sondern nur noch fünf Jahre Zeit haben, um die pädagogische Ausbildung im Umfang von 90 ECTS (entspricht eineinhalb Jahren Vollzeitstudium) abzuschließen. Künftig soll auch ein Minimum für das erste Unterrichtsjahr vorgegeben werden, laut Aussendung stehen derzeit 16 ECTS im Raum. Der Einstieg in den Schulalltag soll zudem durch eine zusätzliche Onboarding-Woche in den Herbst- oder Semesterferien erleichtert werden, auch an seinem Plan für einen Quereinstieg in Volksschulen hält Wiederkehr fest.

Die Zufriedenheit mit dem Quereinsteiger-Programm ist schon jetzt grundsätzlich hoch, zeigt eine am Montag vorgestellte Evaluierung der Universität Zürich und der PHs St. Gallen und Luzern. Demnach zeigten sich über 90 Prozent der 500 Befragten aus dem Quereinsteiger-Jahrgang von 2023/24 - zwei Drittel unterrichteten an Mittel- und Polytechnischen Schulen - zufrieden mit ihrer Arbeit und hatten die Absicht, weiter zu unterrichten. Verbesserungsbedarf gibt es bei der fachlichen Vorbereitung, der Unterstützung durch die Mentoren und bei Plan- und Vereinbarkeit des Hochschullehrgangs.

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