ABO

Uni Mozarteum beteiligt sich am ersten europäischen Remote-Orchester

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
1 min
Orchester mit Liveeinspielungen
©Dresdner Philharmoniker, APA
Ein Chor der Salzburger Universität Mozarteum beteiligt sich an einem Konzert, bei dem Musikerinnen und Musiker an zwölf verschiedenen europäischen Standorten gleichzeitig drei Auftragswerke uraufführen werden. Dieses europäische Remote-Orchester soll neue Perspektiven für das gemeinsame Musizieren über Distanz eröffnen, teilte die Universität am Mittwoch mit. Stattfinden wird das Konzert am 18. Juni 2027 in der Messe Dresden, auch am Mozarteum wird das Konzert übertragen.

von

In der sächsischen Hauptstadt werden 62 Streicher der Dresdner Sinfoniker musizieren, weitere Instrumentengruppen sowie zwei Chöre werden aus elf europäischen Ländern live zugeschaltet. So entsteht ein Orchester, das nicht an einem Ort existiert - sondern ein digitales, europaweit verteiltes Klanggefüge bildet. Neben der Aufführung mit Publikum in Dresden kann das Konzert über Livestreams an den jeweiligen Standorten mitverfolgt werden. Die drei Werke des Projektes "Europasinfonie" werden im Rahmen eines internationalen Kompositionswettbewerbs ausgeschrieben.

Das gleichzeitige Musizieren soll durch ein von Alexander Carôt (Hochschule Anhalt) entwickeltes System ermöglicht werden, das Audio- und Videosignale in Echtzeit überträgt. Eine zentrale Herausforderung bleibt die unvermeidbare Latenz: Selbst bei modernster Infrastruktur entstehen Verzögerungen von rund 35 Millisekunden. Im Rahmen des Projektes soll gemeinsam untersucht werden, wie dieses "Remote-Musizieren" technisch präzise umgesetzt und zugleich künstlerisch mitgestaltet werden kann.

DRESDEN: FOTO: APA/Dresdner Philharmoniker/Dresdner Philharmoniker

Über die Autoren

Logo
Ähnliche Artikel
2048ALMAITVEUNZZNSWI314112341311241241412414124141241TIER