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In der sächsischen Hauptstadt werden 62 Streicher der Dresdner Sinfoniker musizieren, weitere Instrumentengruppen sowie zwei Chöre werden aus elf europäischen Ländern live zugeschaltet. So entsteht ein Orchester, das nicht an einem Ort existiert - sondern ein digitales, europaweit verteiltes Klanggefüge bildet. Neben der Aufführung mit Publikum in Dresden kann das Konzert über Livestreams an den jeweiligen Standorten mitverfolgt werden. Die drei Werke des Projektes "Europasinfonie" werden im Rahmen eines internationalen Kompositionswettbewerbs ausgeschrieben.
Das gleichzeitige Musizieren soll durch ein von Alexander Carôt (Hochschule Anhalt) entwickeltes System ermöglicht werden, das Audio- und Videosignale in Echtzeit überträgt. Eine zentrale Herausforderung bleibt die unvermeidbare Latenz: Selbst bei modernster Infrastruktur entstehen Verzögerungen von rund 35 Millisekunden. Im Rahmen des Projektes soll gemeinsam untersucht werden, wie dieses "Remote-Musizieren" technisch präzise umgesetzt und zugleich künstlerisch mitgestaltet werden kann.
DRESDEN: FOTO: APA/Dresdner Philharmoniker/Dresdner Philharmoniker






