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Südafrikanischer Rooibos-Tee reist zu Forschungszwecken ins All

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Rooibos ist in der EU ein geschützter Herkunftsname
©APA/APA/AFP/MUJAHID SAFODIEN
Samen des unter Teetrinkern beliebten Rooibos-Strauches sollen demnächst zur Internationalen Raumstation ISS ins All gebracht werden, um zu sehen, wie sich die Pflanze unter Weltraumbedingungen entwickelt. "Die Samen werden die ersten einer indigenen südafrikanischen Art und die ersten Samen des afrikanischen Kontinents sein, die ins All reisen", sagte der Direktor der südafrikanischen Rooibos-Vereinigung SARC, Dawie de Villiers.

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Demnach soll die Reise im Oktober beginnen und bis Dezember oder Jänner dauern. Aus dem in Südafrika beheimateten Rooibos-Strauch wird ein leicht süßlich schmeckender koffeinfreier Tee gewonnen, der viele Antioxidantien enthält und weltweit verkauft wird. Der Name bedeutet "roter Busch" auf Afrikaans. Die Samen sollen auf der ISS für mindestens sechs Wochen in einem Nanolab, also einem Mini-Labor, mehr als einem Dutzend Experimenten unterzogen werden.

Ziel sei es zu sehen, wie sie auf die Schwerelosigkeit und die Weltraumstrahlung reagierten, sagte de Villiers - und um herauszufinden, "ob eine nachhaltige Lebensmittelproduktion außerhalb der Erde möglich ist". Nach ihrer Rückkehr sollen die Samen aus dem All dann gemeinsam mit herkömmlichen Saatgut ausgesät werden, um zu beobachten, wie und ob sich der Weltraumaufenthalt bei der Keimung und dem Wachstum bemerkbar macht.

Rooibos wurde in der EU im Jahr 2021 zu einem geschützten Herkunftsnamen, was bedeutet, dass in Mitgliedstaaten nur der Tee aus dem Cederberg-Gebirge im Südwesten Südafrikas unter dieser Bezeichnung verkauft werden darf. Laut dem Anbauverband werden in Südafrika im Jahr durchschnittlich 22.000 Tonnen Rooibos-Tee produziert, von denen die Hälfte ins Ausland exportiert wird.

A farm worker in the Rooibos tea Skimmelberg farm grades and treats Rooibos tea leaves before packaging on February 27, 2017 in the Clanwilliam district heavily affected by the current drought. (Photo by MUJAHID SAFODIEN / AFP)

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