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Der Wörthersee sei Natur- und Lebensraum, Wirtschafts- und Tourismusfaktor, "ein sensibles ökologisches System mit vielfältigen Nutzungsinteressen", heißt es in einer Aussendung des Projekts Seendialog am Dienstag. Der ökologische Zustand des Sees ist laut den Kriterien der EU-Wasserrahmenrichtlinie derzeit nur "mäßig", weil Wasserpflanzen und Schilfbestände zurückgehen und damit Lebensraum für Wasservögel und andere Wasserlebewesen verloren geht. Ökologie und Nutzungsinteressen sollen durch den Seendialog besser in Einklang gebracht werden.
Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP): "Wir wollen den Wörthersee langfristig schützen und seine ökologische Funktionsfähigkeit mit einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung verbinden." Mit der Befragung könnten Betroffene ihre Vorstellungen einbringen, damit am Ende "gemeinsame Lösungen von den Menschen vor Ort mitgetragen werden". Teilnehmen sollen Anrainer mit Haupt- oder Zweitwohnsitz, Urlaubs- und Tagesgäste, lokale Betriebe und ihre Beschäftigten, außerdem ansässige Vereine und Initiativen, erklärte Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger (SPÖ). "Je breiter die Beteiligung ist, desto besser können wir Schutz, Erholung und regionale Entwicklung miteinander verbinden."
Der Fragebogen kann online ausgefüllt werden (http://www.seendialog.at/), liegt aber auch in den Anrainergemeinden zur analogen Teilnahme auf. Die Ergebnisse sollen im Herbst präsentiert werden. Gespräche im Rahmen des Seendialogs sowie Workshops mit Stakeholdern laufen schon seit dem Frühjahr. Auf Basis der Erhebungen sollen Maßnahmenvorschläge entwickelt und abgestimmt werden.
