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Ausgaben für Kinder- und Jugendhilfe 2025 deutlich gestiegen

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Regionalstelle der Wiener Kinder- und Jugendhilfe
©APA, Roland Schlager, Themenbild
Im Jahr 2025 ist deutlich mehr für Kinder- und Jugendhilfe in Österreich ausgegeben worden als im Jahr davor: "Die Ausgaben für Erziehungshilfen beliefen sich auf 1.181,8 Millionen Euro und lagen damit um 120,8 Millionen Euro bzw. 11,4 Prozent über dem Niveau des Jahres 2024", berichtete die Statistik Austria am Montag. 42.645 Minderjährige erhielten demnach Unterstützung bei der Erziehung in ihren Familien, weitere 13.029 wurden außerhalb der Familie betreut.

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Darüber hinaus nahmen 2.325 junge Erwachsene außerfamiliäre Betreuungsleistungen und 1.924 Unterstützungsleistungen in der Familie in Anspruch. Wien trägt laut Statistik mit 24,4 Prozent den größten Anteil der von den Ländern und Gemeinden zu stemmenden Nettoausgaben von 1.118,9 Millionen Euro, gefolgt von Niederösterreich (18,2 Prozent) und der Steiermark (15,1 Prozent).

Ist das Kindeswohl gefährdet, versucht die Kinder- und Jugendhilfe durch Familienintensivbetreuung, sozialpädagogische Familienhilfe, Elterntraining und Einzelbetreuung so weit zu unterstützen, dass eine außerfamiliäre Unterbringung nicht nötig wird. Können Kinder nicht in der eigenen Familie bleiben, wird "Volle Erziehung" durch Pflegepersonen oder in sozialpädagogischen Einrichtungen angeordnet. 61 Prozent der betroffenen Mädchen und Burschen lebten im vergangenen Jahr in Einrichtungen und 39 Prozent in Pflege.

Sowohl in der Unterstützung der Erziehung (53,8 Prozent) als auch in der "Vollen Erziehung" (52,1 Prozent) war der Anteil der Buben höher. Im Rahmen der Unterstützung der Erziehung war mehr als die Hälfte (52,6 Prozent) sechs bis unter 14 Jahre alt, gut 21 Prozent waren jünger als sechs. In der "Vollen Erziehung" entfiel auf die Sechs- bis unter 14-Jährigen (42 Prozent) und die 14- bis unter 18-Jährigen (42,8 Prozent) ein annähernd gleich hoher Anteil, während die Jüngsten 15,3 Prozent ausmachten.

Bereits unterstützte Jugendliche können nach der Volljährigkeit weiter Hilfe erhalten. 2025 wurden 2.325 junge Erwachsene (18- bis unter 21-Jährige) in sozialpädagogischen Einrichtungen oder von Pflegepersonen betreut und 1.924 derselben Altersgruppe in der Familie (ambulant) unterstützt. Hier war der Anteil der weiblichen Unterstützten sowohl im stationären Bereich (51,1 Prozent) als auch im ambulanten Bereich (55,4 Prozent) höher.

Bei der Unterstützung der Erziehung kamen in Kärnten auf 1.000 Minderjährige 46,3 betreute Kinder und Jugendliche, in Oberösterreich nur 16,7. Der Bundesländerdurchschnitt beträgt laut Statistik 27,1. In der "Vollen Erziehung" reichte dieser Wert von 11,9 in Wien bis 5,6 in Oberösterreich, bei einem Durchschnitt von 8,3.

Auch bei Hilfen für junge Erwachsene sind die Unterschiede deutlich: In der Steiermark erhielten 15,2 von 1.000 18- bis unter 21-Jährigen weiter Unterstützung, während sie in der Herkunftsfamilie lebten. In Wien (1,8) kam eine solche Hilfe seltener zur Anwendung. Im Bereich der außerfamiliären Betreuung von jungen Erwachsenen lag die Quote zwischen 13,3 (Salzburg) und 4,6 (Oberösterreich).

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