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Die Vibrationsbestäubung, bei der die Hummeln und Wildbienen ihren Körper an Blüten vibrieren lassen, um Pollen freizusetzen, ist für mehr als 20.000 Pflanzenarten, darunter Paradeiser und Heidelbeeren, unerlässlich. Selbst wenn eine kleine Biene nicht kräftig genug summt, um den gesamten Staubbeutel in Bewegung zu bringen, kann sie dennoch den Pollen an der Spitze rund um seine Pore gewinnen, so Siyang Zhou vom Institut für Mechanik und Mechatronik der Technischen Universität (TU) Wien. Dort wären schon bei zarten Vibrationen deutliche Verformungen erkennbar.
Die Wissenschafterin hat mit Kollegen die Staubblätter von Blüten der Pflanze "Medinilla magnifica" in einen eigens konstruierten Rüttler gespannt und ihre Resonanz in einem breiten Frequenzspektrum gemessen. Die zur Familie der Schwarzmundgewächse zählende Pflanze ist ein auf Pazifikinseln heimisches Gewächs mit rosafarbenen Blüten, das auch als Zimmerpflanze gedeiht.
Laut den Messergebnissen müssen die Insekten ihre Summfrequenz auch nicht präzise auf einen bestimmten Resonanzbereich der Staubblätter abstimmen, heißt es in der Fachpublikation. Wie bei einer Gitarre die Schwingungen der dünnen bis zur dicksten Saite den Klangkörper zum Schallen bringen, können wohl zarte Wildbienchen ebenso wie große Hummeln den Staubbeuteln solcher Pflanzen Pollen entlocken.
(S E R V IC E - Link zur Studie: https://doi.org/10.1098/rsif.2025.1321 )
11.08.2026, Brandenburg, Potsdam: Eine Hummel ist in einer Kokardenblume auf der Suche nach Nektar. Foto: Georg-Friedrich Moritz/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
