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Schnelle Zellalterung ist Teil der Wundheilung

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Hautzellen nahe der Wunde gehen rasch in einen Zustand der Seneszenz über (rot)
Mit zunehmendem Alter weist der menschliche Körper mehr Zellen auf, die sich nicht mehr teilen können und auch ihre ursprüngliche Aufgabe nicht mehr erfüllen, die aber noch stoffwechselaktiv sind. Der Zustand wird als Reaktion auf Stress ausgelöst. Diese sogenannten seneszenten Zellen sind aber keine reine "Alterserscheinung" und Begünstiger von chronischen Entzündungen, wie eine aktuelle Studie des Ludwig Boltzmann Instituts für Traumatologie und der Universität für Bodenkultur Wien mit weiteren Forschungseinrichtungen nahelegt.

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Viel mehr entstehen sie bereits kurz nach Verletzungen und unterstützen die frühe Wundheilung aktiv, wie es in einer Aussendung hieß. Die in der Fachzeitschrift "Nature Cell Biology" veröffentlichte Studie stelle bisherige Annahmen über Seneszenz als langsamen Alterungsprozess infrage. Bisher sei man davon ausgegangen, dass Zellen Tage oder sogar Wochen benötigen, um seneszent zu werden. Nun wies man nach, dass dieser Prozess nach Hautverletzungen bereits innerhalb von Minuten bis wenigen Stunden einsetzt.

Bemerkenswert sei dabei, dass diese schnelle Reaktion ohne die Aktivierung neuer Gene erfolgt. Die Forschenden beschrieben die molekulargenetischen Grundlagen dafür. Die Haut scheine somit auf Verletzungen vorbereitet zu sein, da sie die notwendigen Moleküle bereithält, hieß es. Die Studie zeigte aber auch, dass die Wirkung zeitlich begrenzt ist: In späteren Heilungsphasen spiele Seneszenz keine Rolle mehr. Nach abgeschlossener Wundheilung würden die seneszenten Zellen durch natürliche Prozesse der Haut wieder entfernt, hieß es.

(S E R V I C E - Studie online: https://doi.org/10.1038/s41556-026-01948-2 )

WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/Mikołaj Ogrodnik

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