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Safe Hearts Allianz wünscht sich modernere Vorsorgeuntersuchung

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Es soll nicht mehr, sondern gezielter untersucht werden
©APA, GEORG HOCHMUTH, HOCHMUTH
Die sogenannte Safe Hearts Allianz hat am Mittwoch bei einer Pressekonferenz einen Vorschlag zu einer moderneren Vorsorgeuntersuchung präsentiert. Fünf Bereiche sollen neu aufgenommen, acht bestehende adaptiert werden. Bei drei Fragestellungen wird ausdrücklich von einem allgemeinen Screening asymptomatischer Menschen abgeraten, hieß es bei einer Pressekonferenz in Wien.

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1,4 Millionen nehmen jährlich an der Vorsorgeuntersuchung teil. Doch diese wurde zuletzt 2005 grundlegend überarbeitet, so die Vertreter der Gesellschaft für Innere Medizin (ÖGIM), der Diabetes Gesellschaft (ÖDG), der Kardiologischen Gesellschaft (ÖKG) und der Gesellschaft für Nephrologie (ÖGN), die die Safe Hearts Allianz bilden.

Kardio-renale-metabolische Erkrankungen - also insbesondere Herz-Kreislauf-, Nieren- und Stoffwechselerkrankungen - seien eng miteinander verbunden und für rund ein Drittel aller Todesfälle verantwortlich. Werden sie rechtzeitig erkannt, kann ihr Verlauf jedoch vielfach wirksam beeinflusst werden.

Im Mittelpunkt des Modernisierungsansatzes stünde ein evidenzbasierter und risikoadaptierter Ansatz: Die richtigen Untersuchungen sollen bei den richtigen Menschen zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt werden.

Zu den neu vorgeschlagenen Bereichen zählen die Früherkennung der chronischen Nierenerkrankung bei Risikopersonen. Adaptiert werden sollen unter anderem die Früherkennung von Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen, die Erfassung des kardiovaskulären Gesamtrisikos sowie die Beurteilung von Übergewicht und Adipositas. Auch Ernährung, Bewegung, Tabak- und Alkoholkonsum sollen künftig gezielter und anhand zeitgemäßer Instrumente erhoben werden.

Ein weiterer Vorschlag betrifft den Fettstoffwechsel. Während derzeit Gesamtcholesterin und HDL-Cholesterin Teil der Vorsorgeuntersuchung sind, soll künftig ein vollständiges Lipidprofil einschließlich LDL-Cholesterin erhoben werden. Dieser für die Risikoeinschätzung zentrale Wert könne ohne zusätzliche Laborkosten berechnet werden.

Der Vorschlag sieht vor, das kardiovaskuläre Gesamtrisiko im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung systematisch zu erfassen. Neben klassischen Faktoren wie Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, Adipositas und familiärer Vorbelastung sollen bei Frauen auch geschlechtsspezifische Risikofaktoren erhoben werden.

++ THEMENBILD ++ Illustration zu den Themen Labordiagnostik / Blutabnahme / Medizin / Labor / Diagnose / Gesundheit / Vorsorge; aufgenommen am Dienstag, 04. Oktober 2023, in einem Labor in Wien. Ob Gesundenuntersuchung, OP-Vorbereitung oder bei speziellem Krankheitsverdacht: 75 Prozent aller Diagnosen werden mithilfe von Laboruntersuchungen gestellt.

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