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Nationalrat hat zwei neue Schulfächer etabliert

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Wiederkehr ändert Schule nach seinem Geschmack
©APA/APA/HELMUT FOHRINGER/HELMUT FOHRINGER
Der Nationalrat hat am Dienstagnachmittag mit den Stimmen der Koalition zwei neue Schulfächer etabliert. Künftig soll es auch die Gegenstände "Medien und Demokratie" sowie "Informatik und Künstliche Intelligenz" geben. Scharfe Kritik kam von der Opposition. Angesichts der möglichen Kürzung von Latein sah FPÖ-Bildungssprecher Hermann Brückl eine staatlich verordnete Nivellierung nach unten. Grünen-Klubvize Sigrid Maurer vermisste hingegen klare Regeln.

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Vorerst ist tatsächlich noch einiges unklar, nur der Umfang der neuen Fächer ist klar. Für "Medien und Demokratie" sind zwei Wochenstunden vorgesehen, für die um KI erweiterte Informatik eine. Grundsätzlich sollten zwei dieser Stunden auf Kosten der zweiten lebenden Fremdsprache bzw. Latein gehen. Allerdings kann man diese Fächer schulautonom auch im bisherigen Ausmaß beibehalten.

Dies hob VP-Generalsekretär Nico Marchetti hervor. Er sprach von einem "sehr guten Kompromiss", schätze er doch die zwei neuen Fächer, aber auch, dass man die zweite Fremdsprache nicht automatisch kürzt. Auch Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) sang ein Loblied auf die Schulautonomie. Diese werde mit der Reform sogar gestärkt. Wenn der Standort das wolle, könne man in Zukunft auch Alt-Griechisch oder Latein verstärkt machen.

Die zwei neuen Fächer an sich würden auch den Grünen gefallen. Allerdings sieht Maurer nur eine "PR-Show". Denn mit dem Gesetz sei weder das Stundenausmaß noch Inhalte noch für welche Schulstufe die Gegenstände vorgesehen sind, klar. Wieder einmal werde ein zweiter Schritt vor dem ersten gesetzt.

Den Freiheitlichen ist das, was vorliegt, schon bei weitem zu viel. Für Brückl flüchtet sich Wiederkehr in modische Überschriften und setzt falsche Prioritäten. Geredet werde hochtrabend über KI, während viele nicht mehr ordentlich lesen, schreiben und rechnen könnten. Wer Latein beschneide und als verstaubtes Relikt abtue, betreibe staatliche Nivellierung nach unten: "Sie zerstören den humanistischen Kern unserer Gymnasien und verhindern, dass sich Exzellenzen herausbilden können", meinte Brückl in Richtung Wiederkehr.

Der sieht das gänzlich anders. Für den Minister ist eine Stärkung der humanistischen Bildung, wenn Themen, die für das Leben wichtiger werden, in der Schule auch Platz bekommen. NEOS-Bildungssprecherin Martina von Künsberg Sarre erinnerte daran, dass es immer schon zu Änderungen im Lehrplan gekommen sei.

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