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Bereits einmal war die Einführung "aufgrund der Komplexität des Projektes" (wie es damals in den Erläuterungen zum Gesetzesvorschlag hieß) vertagt worden, ursprünglich wollte man schon zu Jahresbeginn 2026 starten. Nun gibt es erneut eine Verzögerung, wobei die Österreichische Ärztekammer eine "Intervention der Stadt Wien" dafür verantwortlich macht. Im Gesundheitsministerium wollte man sich vorerst gar nicht zum Thema äußern.
Dem Vernehmen nach dürfte weiterhin über die Einführung des elektronischen Eltern-Kind-Passes verhandelt werden. Aus dem Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) bestätigte man gegenüber Ö1 auch die Diskussion. Dort kann man sich eine Pilotphase von einem halben Jahr vorstellen, Testregion solle Kärnten sein. Nach einer erfolgreichen Evaluierung wären die Länder dann auch bereit, das Digitalisierungsprojekt endgültig bundesweit auszurollen.
Die Grünen hatten am Montag vermutet, dass es einen Zusammenhang mit einem weiteren Gesetzesvorhaben gibt: Das Parlament erlaubt am Dienstag, die geltende Ausnahmebestimmung für die Verwendung von Fax-Geräten zur Übermittlung von Gesundheitsdaten um ein Jahr zu verlängern und derartige Übermittlungen damit noch bis Ende Juni 2027 zu ermöglichen. Die dabei fehlende Verschlüsselung könnte sich auch auf die Datenübermittlung für den Eltern-Kind-Pass auswirken.
Dienstagabend findet jedenfalls innerhalb der Koalition noch eine Verhandlungsrunde statt, wie man die Verschiebung genau definiert. Dabei wird etwa die Möglichkeit der Pilotphase erwogen und um wie lange der Start verzögert wird. Zeit hat man nicht mehr allzu viel. Denn die Verschiebung müsste spätestens am Mittwoch mit dem Budgetbegleitgesetz abgesegnet werden.
