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Lungenkrebs stand laut den Angaben von Anfang des Jahres mit 2.513 Fällen (elf Prozent) bei Frauen und 3.020 Fällen (zwölf Prozent) bei Männern jeweils an zweiter Stelle der Krebsneuerkrankungen im Jahr 2024 - mit der Diagnose Lungenkrebs leben 17.311 Männer und Frauen von den insgesamt 409.000 Personen mit einer Krebsdiagnose. Mit etwa jedem fünften Krebssterbefall nahm Lungenkrebs bei Frauen knapp und bei Männern deutlich den ersten Rang unter den krebsbedingten Todesursachen ein (18 Prozent bzw. 1.761 Sterbefälle bei Frauen und 21 Prozent bzw. 2.463 Sterbefälle bei Männern). Nachdem das Erkrankungsrisiko zuvor bei Frauen stark zugenommen hatte, blieb es - ebenso wie das Sterberisiko - in den vergangenen Jahren relativ stabil.
Österreichische Experten fordern seit längerem ein Lungenkarzinom-Früherkennungsprogramm mittels regelmäßiger Niedrig-Dosis-CT-Untersuchung für langjährige Raucher nach internationalem Vorbild. "Internationale Daten zeigen, dass mit einer Früherkennung per Computertomographie (CT) die Sterblichkeit um mindestens 20 Prozent gesenkt werden kann", sagte Judith Löffler-Ragg von der Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP) im Gespräch mit der APA in diesem Jahr. Laut der ÖGP-Vizepräsidentin gibt es in Österreich rund 5.000 neu entdeckte Erkrankungen mit Lungenkrebs pro Jahr, 80 Prozent davon sind in einem fortgeschrittenen Stadium über das Stadium 1 hinaus. Laut ÖGP haben langjährige Raucher in Deutschland seit dem heurigen April kostenlos Anspruch auf eine jährliche Niedrigdosis-Computertomografie. In 22 von 27 EU-Ländern gebe es diesbezüglich Aktivitäten oder Pilotphasen, erläuterte die Lungenfachärztin. In Österreich fehlt eine Pilotphase trotz langjähriger Experten-Forderungen.
Die Österreichische Krebshilfe bietet auf ihrer Onlinepräsenz mit dem "LungenBot" die Möglichkeit Symptome und Risiko auf eine eventuelle Lungenkrebs-Erkrankung mit wenig Zeitaufwand online abzufragen. Ebenso bietet sie Aufklärung, Beratung und Hilfestellung bei den Krebserkrankungen der Lunge. Die Initiative "Don't Smoke" wendet sich dabei im Speziellen an Raucherinnen und Raucher. Rauchen gilt als wichtigster Risikofaktor für diese Form einer Krebserkrankung. Laut Eurostat-Zahlen zur Raucherhäufigkeit vom Vorjahr rauchten 2023 rund 24 Prozent der EU-Bürger im Alter ab 15 Jahren, in Österreich lag dieser Wert hier jedoch bei 32 Prozent und damit am sechsthöchsten im Vergleich zu den EU-27.
(S E R V I C E - "LungenBot" unter https://www.dontsmoke.at/symptomcheck. Österreichische Krebshilfe: https://www.krebshilfe.net/)
DIESER BEITRAG DARF NICHT VOR ABLAUF DER SPERRFRIST, 3. NOVEMBER, 20.00 UHR, VERÖFFENTLICHT WERDEN! DIE NICHTEINHALTUNG DES EMBARGOS HÄTTE EMPFINDLICHE EINSCHRÄNKUNGEN DER BERICHTERSTATTUNG ÜBER WISSENSCHAFTLICHE STUDIEN ZUR FOLGE. Die Hand des Leiters der Pneumologie (Lungenheilkunde) Prof.Dr.med. Rudolf Maria Huber zeigt am 17.06.2010 in München (Oberbayern) im Klinikum der Universität München, Medizinische Klinik - Innenstadt, auf ein Röntgenbild einer mit Krebs befallenen Lunge. Foto: Felix Hörhager dpa/lby (Zu dpa "Forscher entschlüsseln mutiertes Erbgut in Tumoren von Rauchern" vom 03.11.2016) +++(c) dpa - Bildfunk+++
