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Kopftuchverbot - Ministerin Bauer über IGGÖ-Vural "irritiert"

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Bauer ist mit Vurals Aussagen nicht einverstanden
©APA, HANS KLAUS TECHT
In der Debatte um das mit dem neuen Schuljahr startende Kopftuchverbot für unter 14-Jährige zeigt sich Integrations- und Kultusministerin Claudia Bauer (ÖVP) "irritiert" über den gestrigen Auftritt des Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGÖ) Ümit Vural in der ZiB 2. "Auch für den obersten Vertreter einer Glaubensgemeinschaft in Österreich muss die Einhaltung unserer Gesetze völlig selbstverständlich und klar sein", sagte sie in einer Stellungnahme am Mittwoch.

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Vural zeigte sich im ORF-Studio gegenüber dem neuen Verbot kritisch und meinte, es sei zu respektieren, wenn Mädchen darauf beharrten, das Kopftuch trotzdem zu tragen. Aufrufe, das Gesetz zu missachten, unterstütze die IGGÖ aber "überhaupt nicht".

Für Bauer war sein Auftritt aber nicht überzeugend. "Gesetz ist Gesetz und ich erwarte mir, dass das von allen eingehalten wird. Es ist irritierend, wenn es einer minutenlangen Diskussion im Fernsehen bedarf, bis dem zugestimmt wird", sagte sie weiters.

Inakzeptabel sei zudem eine Falschinformation auf der Homepage der IGGÖ. Dort werde behauptet, die Schule dürfe ohne Eltern mit Mädchen nicht über das Kopftuch reden. "Das ist falsch und muss richtiggestellt werden. Gerade für Mädchen, die gezwungen werden, das Kopftuch zu tragen, sind die Gespräche in der Schule die einzige Chance, das auch jemandem anzuvertrauen. Wer ihnen diese Chance nimmt, macht sich zum Mittäter", stellte die Ministerin klar.

Europaministerin Claudia Bauer (ÖVP) am Montag, 24. August 2026, im Rahmen eines Interviews mit der APA-Austria Presse Agentur in Wien.

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