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Kopfbälle im Amateurfußball erhöhen Demenz-Marker im Blut

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Laut Studie sind nicht nur Profis gefährdet
Kopfbälle im Fußball stellen offenbar immer kleine Gehirntraumata dar. Für Profifußballer ist ein erhöhtes Demenzrisiko im Laufe von vielen Jahren belegt. Niederländische Wissenschafter haben jetzt belegt, dass auch einzelne Kopfbälle zu vorübergehenden Änderungen bei Demenz-Markern im Blut führen.

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"Ehemalige Profifußballspieler haben ein erhöhtes Risiko für neurodegenerative Erkrankungen, möglicherweise aufgrund der kumulativen Belastung durch wiederholte Kopfstöße, wie beispielsweise beim Kopfballspiel. Die akuten Auswirkungen des Kopfballspiels auf das Gehirn sind jedoch noch unklar", schrieben Marsh Königs und die Co-Autoren vor kurzem in "JAMA Neurology" (doi: 10.1001/jamaneurol.2026.1224). In epidemiologischen Studien hat sich gezeigt, dass die Hochleistungssportler zwei- bis dreimal öfter an degenerativen Schäden des Gehirns erkranken.

Doch bisher war ungeklärt, ob solche Risikokonstellationen auch bei Amateurkickern vorhanden sein könnten. "Ein Team um Königs von der Universität Amsterdam hat bei 302 Amateurkickern im mittleren Alter von 24,6 Jahren unmittelbar nach dem Spiel und erneut 24 bis 48 Stunden später Blutproben auf sechs Marker für einen Hirnschaden untersucht", schrieb vor kurzem das Deutsche Ärzteblatt zu der Studie.

In der Studie wurden Blutproben im Labor zum Beispiel auf p-tau21-Proteine, die auch als Marker für Morbus Alzheimer gelten, auf das sogenannte Neurofilament-Leichtkettenprotein (NfL), und ein Enolase-Enzym als Hinweise auf den Untergang von Nervenzellen und andere Eiweißstoffe (auch S100B) untersucht. "Da die Forschenden keine Blutproben vor dem Spiel entnommen hatten, konnten sie nicht untersuchen, ob die Werte während des Spiels anstiegen und welche Rolle die Kopfbälle dabei spielen. Die 216 Spieler, die Kopfbälle absolvierten, hatten jedoch unmittelbar nach dem Spiel höhere Konzentrationen von S100B und tendenziell auch von p-tau217 im Blut als die Spieler ohne Kopfbälle", so die deutsche Ärztezeitung.

Dabei hatte die mittlere Zahl der von den Sportlern getätigten Kopfbällen nur bei zwei solcher Ereignisse pro Spiel gelegen. "Eine erhöhte Zahl von Kopfbällen korrelierte mit einem stärkeren Anstieg der Konzentrationen von S100B und p-tau217", stellten die Wissenschafter in ihrer Originalpublikation fest. Kopfbälle mit größerer Wucht, zum Beispiel, wenn die Bälle aus größerer Entfernung geschossen worden waren, bewirkten ebenfalls einen stärkeren Anstieg der Konzentration an den getesteten Proteinen im Blut.

Die gute Nachricht der niederländischen Wissenschafter: "Die beobachteten Biomarker-Erhöhungen normalisierten sich innerhalb von 24 bis 48 Stunden."

Trotzdem halten die Experten daran fest, dass man diese potenziellen Probleme nicht ignorieren sollte: "Die Ergebnisse dieser Fall-Kontroll-Studie zeigen, dass Kopfballspiel im Fußball mit einem akuten Anstieg von Blutmarkern für neuronale Schäden einhergeht, einschließlich dosisabhängiger Zusammenhänge. Diese Ergebnisse legen nahe, dass Kopfballspiel auf Amateurniveau die Integrität von Nervenzellstrukturen akut beeinträchtigen kann."

Ein Fußballer spielt am Montag (28.06.2010) beim Sonnenuntergang an der Ruhr zwischen Witten und Wetter einen Kopfball. Am Samstag (03.07.2010) steht Nordrhein- Westfalen der bislang heißeste Tag des Jahres bevor. Der Deutsche Wetterdienst rechnet zwischen Rhein und Weser mit bis zu 37 Grad - und Unwettern wegen einer durchziehenden Kaltfront. Foto: Jonas Güttler dpa/lnw +++(c) dpa - Bildfunk+++

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