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Klima-Glossar: Ladestellen, Anschlussbahnen, Kombinierter Verkehr

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Gütertransport ist im Jahr 2025 leicht gestiegen
©APA/APA/dpa/Marcus Brandt
Um die Klimaziele zu erreichen, müssen im Verkehr in Österreich die CO2-Emissionen bis 2040 auf nahezu null gesenkt werden. Dazu formuliert der 2023 vom damals grün geführten Klimaschutzministerium vorgestellte "Masterplan Güterverkehr 2030" Strategien, wie sich Gütertransporte von der Straße auf die Schiene verlagern lassen. Als ein zentraler Punkt gilt die Nähe von Betrieben zur öffentlichen Schieneninfrastruktur - etwa über Ladegleise oder Anschlussbahnen.

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Ladegleise sind öffentlich zugängliche, also von jedem Betrieb nutzbare Gleise, an denen Güterwaggons be- oder entladen werden. Sie befinden sich an oder in Bahnhöfen, werden von den Unternehmen mit dem Lkw angesteuert und sind im Besitz der ÖBB-Infrastruktur AG oder von Privatbahnen. Anschlussbahnen führen hingegen direkt zu den Produktionshallen und Werksgeländen. Sie gehören meist den Unternehmen selbst - und müssen von ihnen erhalten werden. Die Schienenstränge können dabei nur wenige Dutzend Meter lang sein - oder mehrere Kilometer umfassen.

Rund 95 Prozent der Anschlussbahnen in Österreich zweigen vom Streckennetz der ÖBB-Infrastruktur AG ab. Den Transport der Waggons übernehmen in der Regel Eisenbahnverkehrsunternehmen. Allein im Netz der ÖBB befinden sich über 70 Anbieter, die einzelne Waggons bis ganze Züge abwickeln.

Das Netz an Ladegleisen und Anschlussbahnen ist in Österreich im europäischen Vergleich dicht. Doch die Zahl der aktiven Gleisanschlüsse nimmt sukzessive ab. Gab es im Jahr 2010 noch 840 bediente Anschlussbahnen, waren es im Jahr 2020 noch 547, im Vorjahr wurden (von insgesamt 930 erreichbaren Gleisanschlüssen) lediglich 488 tatsächlich bedient. Dabei werden rund zwei Drittel der gesamten in Österreich per Bahn transportierten Gütermengen über Anschlussbahnen abgewickelt oder kommen über diese ins Netz.

2025 wurden insgesamt 1,2 Millionen Wagen über die heimischen Anschlussbahnen beigestellt - ein Plus von vier Prozent gegenüber 2024. Dabei spielen große Player eine entscheidende Rolle: Die Hälfte des Umschlags entfiel 2025 auf nur 16 Unternehmen - angeführt von voestalpine Linz und Donawitz, der Linz Service GmbH, dem Ennshafen und der Sappi Austria. Der Stadthafen Linz galt mit 20 Anschlussbahnen als am dichtesten vernetzter Bahnhof Österreichs. Allerdings hatten über 450 Anschlussbahnen im Vorjahr gar keinen Wagenumschlag. Weitere 39 Gleisanschlüsse hatten ein Aufkommen von jeweils zehn oder weniger Wagen, weitere 21 verzeichneten lediglich einen Umschlag von jeweils maximal 20 Wagen.

Als umweltfreundliche Alternative zum reinen Straßengüterverkehr empfiehlt der "Masterplan Güterverkehr 2030" auch eine Forcierung des sogenannten kombinierten oder intermodalen Verkehrs, dort wo sich eine eigene Anschlussbahn nicht lohnt. Dabei bleibt die Ware durchgehend im selben Transportbehälter (etwa in einem Container oder auf einem Sattelauflieger), wodurch aufwendiges Umladen am Ladegleis oder Terminal entfällt. Der Lkw kommt nur für den Vor- und Nachlauf auf der "letzten Meile" zum Einsatz. Ein Beispiel hierfür wäre etwa die Rollende Landstraße.

Der Gütertransport auf Österreichs Schienen ist im Jahr 2025 leicht gestiegen. Insgesamt wurden laut Statistik Austria 96,2 Millionen Tonnen Güter transportiert, um 1,8 Prozent mehr als im Jahr davor. Gut ein Drittel der Tonnage entfiel auf den Transit durch Österreich, fast ebenso viel auf den reinen Inlandsverkehr. Den Rest machten grenzüberschreitende Lieferungen ins und aus dem Ausland aus.

(Quellen: Masterplan Güterverkehr 2030, Statistik Austria, Jahresbericht 2025 der Schienen-Control, VABU - Verband für Anschlussbahnunternehmen, SCHIG mbH - Schieneninfrastruktur-Dienstleistungsgesellschaft, VCÖ - Verkehrsclub Österreich)

13.03.2024, Schleswig-Holstein, Neumünster: Blick auf Bahngleise (Symbolbild). (zu dpa: «Zwei Kesselwagen in Offenbach entgleist») Foto: Marcus Brandt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++.

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