von
Betroffen sind die zwei gemeinsamen Förderagenturen "Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft" (aws) und die "Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft" (FFG), sowie im Zuständigkeitsbereich des Wirtschaftsministers die Standortagentur "Austrian Business Agency" (ABA) und die "Christian Doppler Forschungsgesellschaft" (CDG).
Konkret sieht das Leitbild vor, dass bei den Förderungen durch diese Agenturen verstärkt ein Fokus auf jene neun Schlüsseltechnologien gelegt wird, die in der im Jänner präsentierten Industriestrategie auserwählt wurden. Zudem sollen geförderte Unternehmen stärker zu einem "Made in Europe"-Ansatz verpflichtet werden.
Weiters soll es ein "Single Point of Entry" geben: Bisher mussten Unternehmen in den verschiedenen Phasen von Forschung und Entwicklung bis hin zur Marktreife von Produkten zwischen den verschiedenen Agenturen wechseln bzw. je nach Fall war eine andere Agentur zuständig. Das soll nun einfacher werden und die Unternehmen sollen über die Laufdauer eines Projektes eine Anlaufstelle haben. Auch die mehrfache Angabe der gleichen Informationen oder der gleichen Dokumente soll ein Ende haben. Hier ist ein "Once-only-Prinzip" im Leitbild vorgesehen.
Ziel des Ganzen sei es, die "Input-Output-Funktion" der Forschung in Österreich zu verbessern, so Hattmannsdorfer. Österreich müsse ein Hochtechnologieland sein, gute Ideen sollten nicht "im Labor bleiben" oder in Drittstaaten abwandern, sondern bestenfalls von österreichischen Unternehmen auf den Markt gebracht werden, so der übergeordnete Plan.
Bei den neun genannten Schlüsseltechnologien handelt es sich um "Künstliche Intelligenz und Dateninnovation", "Chips und Elektronische Komponenten/Systeme", "Fortgeschrittene Produktionstechnologien und Robotik", "Quantentechnologie und Photonik", "Fortgeschrittene Werkstoffe (Advanced Materials)", "Life Sciences & Biotech", "Energie- und Umwelttechnologien", "Mobilitätstechnologien" sowie "Weltraum- und Luftfahrttechnologien".
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (l./ÖVP) und Infrastrukturminister Peter Hanke (SPÖ) am Dienstag, 08. September 2026, im Rahmen eines Pressegespächs zum Thema "Industriestrategie 2035 - Neuausrichtung der Wirtschafts- und Forschungsagenturen" in Wien.
