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Gärtnerinnen und Gärtner sowie Landwirtinnen und Landwirte vergruben dafür zwei handelsübliche Baumwollunterhosen in ihren Böden. Die Zersetzung des Baumwollstoffs diente als Indikator für die Bodenaktivität. Je stärker die Unterhosen nach einer bestimmten Zeit zersetzt waren, desto mehr Bodenlebewesen wie Bakterien, Pilze, Regenwürmer und Insekten waren im Boden aktiv. "Die Zersetzung der Unterhosen ist ein Indikator für die Bodenaktivität", ließ sich Bodenökologe Franz Bender von Agroscope in der Mitteilung zitieren.
Die Auswertung der vergrabenen Textilien ergab, dass die Bodenqualität tendenziell abnahm, je intensiver ein Boden genutzt wurde. Während Gärten und Wiesen eine hohe Bodenaktivität aufwiesen, zeigten sich auf Ackerland die größten Unterschiede. Auf biologisch bewirtschafteten Feldern waren die Unterhosen deutlich stärker zersetzt als auf konventionell bewirtschafteten. Auch die Direktsaat, bei der auf das Pflügen verzichtet wird, wirkte sich positiv auf die Bodenqualität aus.
Gesunde Böden seien für die Landwirtschaft und die Umwelt von großer Bedeutung, hieß es weiter. "Gesunde Böden sind für eine gute Wasserqualität, für die CO2-Speicherung und letztlich für die Ernährungssicherheit wichtig", wurde Bodenökologe Marcel van der Heijden zitiert. Das Projekt habe gezeigt, dass der biologische Landbau die Bodenqualität fördere.
Die gesammelten Daten fließen nun in eine Karte ein, die einen Überblick über die Bodenqualität in der Schweiz geben soll. Zusätzlich zu den vergrabenen Unterhosen nahmen die Teilnehmenden auch Bodenproben. Diese werden im Labor analysiert, um mittels DNA-Analysen die Vielfalt der Bodenorganismen zu bestimmen.
ZÜRICH - SCHWEIZ: FOTO: APA/Gabriela Brändle/Agroscope
