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Forscher für gezieltere Steuerung der Energienachfrage

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++ ARCHIVBILD ++ Energie stark nachgefragt
©APA, dpa, Julian Stratenschulte
Die Klimapolitik orientiere sich sehr stark an der Energieproduktion und weniger an Nachfrage und Nutzung, schreiben Forschende, unter anderem vom Internationalen Institut für angewandte Systemanalyse (IIASA) in Laxenburg (NÖ), im Journal "Science". Sie schlagen daher eine Verdreifachung der Anstrengungen in den Bereichen Energieeffizienz, Elektrifizierung und bei Maßnahmen zur Eindämmung extremen Energieverbrauchs bis 2035 vor.

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Bisherige Ziele würden sich tendenziell auf die Energieversorgung mit primären, aus der Natur gewonnenen Ressourcen konzentrieren, anstatt auf die Endenergie, wie beispielsweise Strom und Kraftstoffe für Heizung und Mobilität. Die Nachfrage lasse sich hier politisch gut steuern, verweisen die Wissenschafter um Nuno Bento vom Lissabonner Universitätsinstitut ISCTE beispielsweise auf Wärmepumpen und Elektroautos. Konkret soll das Tempo der Elektrifizierung verdreifacht werden, um den Anteil von Strom am Endenergieverbrauch bis 2035 auf 33 Prozent zu erhöhen. Als weitere Ziele werden eine gerechtere Besteuerung von extremem Energieverbrauch und eine deutliche Erhöhung der Energieeffizienz, um das Wachstum der Nachfrage zu begrenzen, genannt. Diese Maßnahmen würden sich zudem gegenseitig verstärken und zahlreiche Vorteile bringen, so Arnulf Grubler und Nebojsa Nakicenovic vom IIASA.

(S E R V I C E - https://doi.org/10.1126/science.adz3492 )

ARCHIV - 06.03.2026, Niedersachsen, Hannover: Die Sonne geht am Kronsberg hinter einem Windrad auf. (zu dpa: «Abkehr vom Öl? Schneider hofft auf Fortschritt in der Krise») Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

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