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Im Transposon der Fruchtfliegen ist die Vorlage für einen Eiweißstoff namens sORF2 enthalten, der den Transfer einleitet. "Er manipuliert die Zellen, in denen sich das Transposon befindet, sodass sie fingerartige Strukturen ausbilden, die nach der Eizelle greifen", berichtet Brennecke vom Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA) der Akademie der Wissenschaften (ÖAW) in einer Aussendung: "Sobald ein Kontakt hergestellt ist, verschmelzen die Membranen dieser Finger und der Eizelle offensichtlich miteinander." Dadurch können die parasitischen Gene von der mütterlichen Zelle ins Ei schlüpfen.
Brennecke und seine Kollegen fanden heraus, dass es sORF2 auch bei Transposons in vielen anderen Insekten gibt, wie zum Beispiel bei Stechmücken, die Krankheiten übertragen, und Käfern, die Getreide befallen. Auch manche Viren besitzen es. "Es hat den Anschein, dass sORF2 eine weitverbreitete Infektionsstrategie für Viren und Transposons darstellt", so die Forscher. Eventuell könnte man sORF2 auch nutzen, um Gene für Therapien und Forschungszwecke in Zellen zu transferieren.
(S E R V I C E - Studie: https://doi.org/10.1016/j.cell.2026.08.047 )
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/KI-generiert von Maya Voichek und Anna Stanescu
