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Fliegen: Parasitische Gene springen vom Eierstock in Eizellen

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Künstlerische Darstellung, wie "springende Gene" auf die Eizelle übertragen werden
©Maya Voichek, Anna Stanescu, APA
Parasitische Gene verlassen sich nicht auf die reguläre Vererbung, sondern schleusen sich auch eigenmächtig von den Eierstöcken in Eizellen ein, fand der Wiener Molekularbiologe Julius Brennecke bei Fruchtfliegen heraus. Dadurch springen sie von einer Generation zur nächsten und sichern ihren Fortbestand, erklärt er im Fachmagazin "Cell". Bisher glaubte man, dass parasitische Gene (Transposons) die betroffenen Zellen nicht verlassen.

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Im Transposon der Fruchtfliegen ist die Vorlage für einen Eiweißstoff namens sORF2 enthalten, der den Transfer einleitet. "Er manipuliert die Zellen, in denen sich das Transposon befindet, sodass sie fingerartige Strukturen ausbilden, die nach der Eizelle greifen", berichtet Brennecke vom Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA) der Akademie der Wissenschaften (ÖAW) in einer Aussendung: "Sobald ein Kontakt hergestellt ist, verschmelzen die Membranen dieser Finger und der Eizelle offensichtlich miteinander." Dadurch können die parasitischen Gene von der mütterlichen Zelle ins Ei schlüpfen.

Brennecke und seine Kollegen fanden heraus, dass es sORF2 auch bei Transposons in vielen anderen Insekten gibt, wie zum Beispiel bei Stechmücken, die Krankheiten übertragen, und Käfern, die Getreide befallen. Auch manche Viren besitzen es. "Es hat den Anschein, dass sORF2 eine weitverbreitete Infektionsstrategie für Viren und Transposons darstellt", so die Forscher. Eventuell könnte man sORF2 auch nutzen, um Gene für Therapien und Forschungszwecke in Zellen zu transferieren.

(S E R V I C E - Studie: https://doi.org/10.1016/j.cell.2026.08.047 )

WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/KI-generiert von Maya Voichek und Anna Stanescu

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