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Kräutertees werden seit Jahrtausenden zu Heilzwecken getrunken. Schon im alten China, in Ägypten und den Klöstern des Mittelalters setzte man auf das Heißgetränk. Heute erforscht die moderne Wissenschaft die Wirkungen des Tees. Hier kommen die wichtigsten Erkenntnisse.
Um das gleich festzuhalten: Als ein alleinwirkendes Heilmittel gilt Tee der Expertenwelt nicht. Was aber nicht bedeutet, dass er keine medizinische oder pharmakologische Wirkung entfalten kann. Für therapeutische Wirkungen von Tees mit Pfefferminze, Fenchel und Kamille, die zu den gängigsten Sorten zählen, liegen nicht genug wissenschaftliche Beweise vor, so Tee-Expertin Ina Bockholt. Bei einer Erkältung oder Verdauungsbeschwerden können die Tees aber die Behandlung unterstützen.
Es kitzelt und kratzt im Hals, eine Erkältung ist im Anmarsch. Eine Tasse Tee tut jetzt besonders gut. Linderung von Halsweh versprechen laut der Zeitschrift "Öko-Test" zum Beispiel diese drei Sorten:
Auch Ingwer hilft bei Halsweh, in feine Scheiben oder Stifte geschnitten und aufgebrüht. Die Knolle wirkt entzündungshemmend und stärkt somit das Immunsystem.
Ist das Halskratzen zu einer Entzündung der Atemwege geworden, gibt es ebenfalls Tees, mit denen Sie die Therapie unterstützen können:
Rühren die Leiden vom Magen-Darm-Trakt, gibt es eine große Auswahl an wohltuenden Tees, die Sie zubereiten können:
Zu den Harnwegen zählen Nieren, Harnleiter, Blase und Harnröhre. Auch hier können bestimmte Tees weiterhelfen:
"Alleine das Ritual des Teezubereitens und -trinkens wirkt entspannend und kann einen nach einem stressigen Tag runterfahren lassen", sagt Experte Prof. Robert Fürst. Einzelne Arzneipflanzen könnten darüber hinaus beim Einschlafen helfen und gesunden Schlaf fördern. Als entsprechenden Tee lassen sich aufbrühen:
Der Heilpraktiker sagt aber auch: "Bei chronischen Angstzuständen kann der Tee die Symptome lindern, was aber kein Ersatz für eine kausale Therapie sein sollte." Für Menschen, die an ausgeprägten Schlafstörungen leiden, sind Heilpflanzen wenig hilfreich.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/dpa-tmn/Karl-Josef Hildenbrand/Karl-Josef Hildenbrand
