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Spätestens in zwei Jahren soll es eine "erste Rückmeldung" zu den bisherigen Umsetzungsschritten geben, erläuterte Alexander Eisenmann von der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG). Bisher fehlen in Österreich noch Daten zu chronischen Wunden, insbesondere im niedergelassenen Bereich, sagte er.
Zudem erhalten nicht im ganzen Land alle betroffenen Menschen die gleiche Versorgung, betonte Königsberger-Ludwig. Wunden, die wochen-, monate- oder jahrelang offen bleiben, können Schmerzen verursachen, sich auf die Psyche auswirken und zu Amputationen und früherem Tod führen, warnte die Gesundheitsstaatssekretärin. Rund 250.000 Menschen sind laut der Initiative Wund?Gesund! hierzulande von einer oder mehreren chronischen Wunden betroffen.
Der Qualitätsstandard solle Nutzen für den Patienten schaffen, indem er den Weg der Betroffenen durch das System festlegt oder empfiehlt, beschrieb Eisenmann. Zudem laute eine der Empfehlungen, dass bei der Behandlung von Betroffenen zumindest ein Experte für Wundmanagement eingebunden sein soll. Eine weitere Empfehlung betrifft Patienten, bei denen vier bis sechs Wochen nach Beginn einer leitliniengerechten Behandlung keine Verbesserung oder eine Verschlechterung eintritt, bei diesen soll eine umfassende Neubewertung der Situation durch die nächsthöhere Versorgungsstufe stattfinden.
Der neue Qualitätsstandard war von der Bundeszielsteuerungskommission aus Bund, Ländern und Sozialversicherung beschlossen worden. Nun müssten diese Partner in ihren Verantwortungsbereichen die Empfehlungen umsetzen, sagte Eisenmann. Es gehe nicht nur darum "ein schönes Papier zu schreiben", betonte auch Michael Müller von der Sozialversicherung der Selbständigen (SVS), sondern "dass wir es auf den Boden bringen". Hier gebe es noch Arbeit zu erledigen.
Versorgungsgerechtigkeit entstehe erst dann, wenn die Standards in jeder Region und jeder Ordination tatsächlich ankommen, sagte die Medizinerin und Gesundheitsökonomin Anna Vavrovsky von der Academy for Value in Health bei der Pressekonferenz. Sie plädierte, nicht nur die "kurzfristigen Kosten" zu sehen, sondern die hohen Kosten, die durch vermeidbare Chronifizierung und Versorgungsbrüche entstehen. Martina Laschet und Philipp Lindinger von der Initiative Wund?Gesund! freuten sich über Verbesserungen und forderten Transparenz bei deren Umsetzung.
(S E R V I C E - Link zum Qualitätsstandard: https://go.apa.at/EOcyZxZ3 )
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA
