von
Ziel der Anfang 2023 lancierten Initiative "Wissenschaftsbotschafter:innen" ist es, jungen Menschen die Wissenschaft und ihre Proponenten näherzubringen. Das soll der in Österreich durchaus verbreiteten Skepsis entgegenwirken. Mittlerweile haben sich knapp 650 Forschende aus dem ganzen Land als Vortragende registriert. Eine davon ist Barbara Heinisch vom Institut für Angewandte Sprachforschung von Eurac Research in Bozen (Südtirol). Sie erklärte bei der Auftaktveranstaltung für das Ausrollen der Wissenschaftsvermittlungsinitiative an Bibliotheken, welche Varietäten die deutsche Sprache bereithält und wie große Sprachmodelle (LLMs) wie ChatGPT und Co damit umgehen.
Daran lässt sich treffend darstellen, woher eine Künstliche Intelligenz (KI) eigentlich ihre vermeintliche "Intelligenz" ausborgt, wie viel näher ihr das deutsche Standarddeutsch gegenüber österreichischen Varianten mitunter liegt und wie stark das mit dem in größerer Menge verfügbaren Online-Trainingsmaterial zu Ersterem zu tun hat. Ob sich "Schmäh", Authentizität, Anleihen an Jugendsprache und eher kleinräumiger Lokal- und Sozialkolorit durch einen geeigneten Prompt einfordern lassen, löste rege Teilnahme der Zuhörerinnen und Zuhörer bei der ersten "Wissenschaftsbotschaft" an der Bücherei Neues Landgut aus.
Getragen wird die Initiative vom Wissenschaftsministerium, die Durchführung verantwortet die Agentur für Bildung und Internationalisierung (OeAD). Mit dem Schritt in die Bibliotheken mache man nun "etwas ganz Neues", nämlich den ersten Versuch außerhalb formaler Bildungseinrichtungen, sagte OeAD-Geschäftsführer Jakob Calice. An Schulen und seit vergangenem Herbst auch an Kindergärten sowie Horten sieht Holzleitner das Projekt schon gut verankert - immerhin 380 Schulbesuche zählte man im Vorjahr. Der Weg an die Bibliotheken soll das Angebot jetzt weiteren gesellschaftlichen Gruppen öffnen und vor allem "niederschwellig" und einfach Zugang zu wissenschaftlicher Expertise ermöglichen, betonten der Leiter der Büchereien der Stadt Wien, Bernhard Pöckl, und der NEOS-Gemeinderat und Sprecher für Wissenschaft und Forschung, Stefan Gara.
(S E R V I C E - www.youngscience.oead.at/botschafter_innen )
PRODUKTION - 26.02.2026, Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin: Ein Besucher sitzt in der Stadtbibliothek zwischen Bücherregalen und liest. Mit dem Konzept "Open Library" erweitern sich die Öffnungszeiten von 41 auf 60 Stunden in der Woche. (zu dpa: "Schwerin hat die erste "Open Library" im Nordosten") Foto: Jens Büttner/dpa +++ dpa-Bildfunk +++




