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Ausgezeichneter Recycler für gebrauchte Windeln

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Windel wird wieder zu einem Rohstoff
©Afp, APA, LOIC VENANCE
Volle Windeln gelten als hochkontaminierte Hygieneabfälle - und sie bereiten bei der Verwertung große Probleme. Abhilfe soll ein enzymbasierter Reinigungsprozess schaffen, der organische Verunreinigungen wie Fäkalien und Urin entfernt, ohne die Struktur der enthaltenen Materialien zu zerstören. Für ein modulares, dezentral einsetzbares System - vorerst im Labormaßstab - wurde Sara Vecchiato vom Austrian Centre of Industrial Biotechnology (acib) in Graz als eine der "National Winners" des "2025 Net Zero Industries Award" gewürdigt. Den Preis, der bereits im Vorjahr im Rahmen der UNO-Klimakonferenz in Belem (Brasilien) verlautbart wurde, gewann sie für Österreich in der Kategorie "Female Innovators", er wurde ihr am Freitag während des International Vienna Energy and Climate Forum in Wien übergeben.

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Das System wurde im Rahmen des von der Forschungsförderungsgesellschaft FFG geförderten Projektes "Diapers Recycler" entwickelt. Es könnte vielleicht künftig Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Kinderbetreuungseinrichtungen insofern helfen, als dass Windelabfälle nicht mehr aufwendig transportiert und verbrannt werden müssten, sondern stellt eine Aufbereitung laut Aussendung "direkt am Entstehungsort" und "ressourcenschonend, materialerhaltend und mit deutlich reduzierten Umweltbelastungen" in Aussicht. Bei dem enzymbasierten Reinigungsprozess würden die eingesetzten Enzyme durch Fermentation von Obst- und Gemüseresten gewonnen. Zum Einsatz kommen Mikroorganismen wie Bacillus subtilis und Saccharomyces cerevisiae, "die Enzymgemische mit breitem Wirkspektrum produzieren", hieß es.

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