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Antikes Schiffswrack mit mehr als 300 Amphoren vor Kalabrien entdeckt

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Fund aus dem 5. bis 4. Jahrhundert vor Christus
Vor der Küste der süditalienischen Region Kalabrien haben Archäologen ein außergewöhnlich gut erhaltenes Schiffswrack aus dem 5. bis 4. Jahrhundert vor Christus mit einer Ladung von mehr als 300 Amphoren entdeckt. Laut der italienischen Denkmalbehörde zählt der Fund zu den bedeutenderen Unterwasserentdeckungen der vergangenen Jahre und könnte neue Erkenntnisse über Handelsrouten, wirtschaftliche Beziehungen und den Warenaustausch im antiken Mittelmeerraum liefern.

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Besonders die Amphoren versprechen wertvolle Informationen für die Forschung. Nach Angaben der zuständigen Denkmalbehörde könnten sie Aufschluss über die Herstellung, den Transport und den Handel mit Wein in der Magna Graecia - den griechischen Kolonien Süditaliens - sowie auf Sizilien geben. Auch die Handelsbeziehungen zwischen den verschiedenen Regionen des Mittelmeers lassen sich anhand der Ladung möglicherweise genauer rekonstruieren.

Entdeckt wurde das Wrack nach Angaben des spanischen Energiekonzerns Acciona Energia während Machbarkeitsstudien für einen geplanten Offshore-Windpark. Die Untersuchungen erfolgten in enger Abstimmung mit der Denkmalbehörde und unter Einsatz moderner Sonar- und Unterwassertechnik. Beteiligt waren Spezialisten aus den Bereichen Unterwasserarchäologie, Geologie, Meeresbiologie und weiteren wissenschaftlichen Disziplinen.

Nach der Entdeckung leitete die Denkmalbehörde ein eigenes Projekt zur Untersuchung, Bergung, Konservierung und wissenschaftlichen Auswertung des Wracks und seiner Fracht ein. Die Arbeiten werden vollständig vom italienischen Kulturministerium finanziert.

Acciona Energia erklärte, die Ergebnisse der Untersuchungen seien zugleich in die Planung des Offshore-Windparks eingeflossen. Das Projekt sei so angepasst worden, dass sowohl das archäologische Fundgebiet als auch weitere ökologisch sensible Meeresbereiche ausgespart werden. Damit sollen das kulturhistorisch bedeutende Wrack und besonders schützenswerte Lebensräume dauerhaft erhalten bleiben.

ROM - ITALIEN: FOTO: APA/Ministero della Cultura/SABAP

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