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80-Mio-Dollar-Projekt: Wie Energie die Gehirnfunktion beeinflusst

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ISTA Professor Tim Vogels
©ISTA, APA
Das menschliche Gehirn verbraucht etwa 20 Prozent der Körperenergie, ist aber im Vergleich etwa zu Systemen Künstlicher Intelligenz (KI) sehr energieeffizient und kommt mit nur rund 20 Watt aus. Wie es diese Energie aufnimmt, verteilt und nutzt, ist aber noch immer nicht verstanden. Eine neue 80 Mio. Dollar (71 Mio. Euro) schwere internationale Forschungsinitiative untersucht nun, wie Energie die Gehirnfunktion beeinflusst. Mit an Bord ist das ISTA in Klosterneuburg (NÖ).

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Unter der Leitung von Thomas Clandinin von der Stanford University vereint das von der New Yorker Simons Foundation ins Leben gerufene Projekt 26 Forschende aus den USA, Österreich, Großbritannien und Norwegen. "Die Energieversorgung des Gehirns hat wahrscheinlich Auswirkungen auf alles - von der Art und Weise, wie das Gehirn Berechnungen durchführt, bis hin zu unserem grundlegenden Verständnis von Autismus, neurologischer Entwicklung und Alterung", erklärte Alyssa Picchini Schaffer von der Simons Foundation in einer Aussendung.

Die Experten aus den Bereichen Neurowissenschaften, Zell- und Molekularbiologie sowie Ingenieurwesen und Theorie wollen verstehen, wie die Verfügbarkeit von Energie die Funktionen des Gehirns beeinflusst - von einzelnen Zellen bis hin zu komplexen neuronalen Netzwerken und Verhaltensweisen, teilte das Institute of Science and Technology Austria (ISTA) mit. Damit soll ein Beitrag zur Beantwortung grundlegender Fragen über die Informationsverarbeitung im Gehirn, die Ursachen von Entwicklungsstörungen des Gehirns und des Alterungsprozesses geleistet werden.

In das auf zehn Jahre angelegte Projekt "Simons Collaboration on Brain Energetics" (SCOBE) eingeladen wurde auch Tim Vogels vom ISTA. Er bringt dabei seine Expertise in computergestützten Neurowissenschaften ein und erhält im Rahmen der Initiative drei Mio. Dollar. "Wir hoffen, ein besseres Verständnis dafür zu gewinnen, wie Energie die Funktionsweise, das Lernen und die Anpassungsfähigkeit des Gehirns beeinflusst", so Vogels. Eine seiner Thesen ist, dass Neuronen überschüssige Energie verbrennen, indem sie ihre eigene Aktivität steigern, um sich vor schädlichen Nebenprodukten eines langsamen Stoffwechsels zu schützen.

Konkret werden Vogels und sein Team computergestützte Modelle entwickeln, die den Energiestoffwechsel in den Mitochondrien - den Kraftwerken der Zelle - mit der neuronalen Aktivität verknüpfen. Diese Modelle werden als Testumgebungen für Experimente anderer Forscherinnen und Forscher im Rahmen der SCOBE-Kooperation dienen.

(S E R V I C E - Informationen der Simons Foundation zu dem Projekt: https://go.apa.at/scMP0Ww9 ; ISTA: www.ista.ac.at )

KLOSTERNEUBURG - ÖSTERREICH: FOTO: APA/ISTA

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