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60 Jahre Neugeborenen-Screening in Österreich

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++ ARCHIVBILD ++ Neugeborenen Screening - Blutabnahme meist an der Ferse
1966 ist an der heutigen Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde (MedUni Wien und AKH Wien) das österreichische Neugeborenen-Screening gestartet worden. Seither wurden rund fünf Millionen Neugeborene untersucht, um angeborene Stoffwechselerkrankungen, hormonelle Störungen und andere seltene Erkrankungen frühzeitig zu erkennen. Rund 3.500 Kindern konnte dadurch bereits zu einem besseren Start ins Leben verholfen werden, hieß es am Mittwoch.

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Jährlich werden an der Universitätsklinik Blutproben von derzeit rund 78.000 Neugeborenen aus ganz Österreich untersucht - und zwar im Rahmen des Eltern-Kind-Passes kostenlos. Die Blutabnahme erfolgt 36 bis 72 Stunden nach der Geburt, meist an der Ferse.

Aktuell können durch das Programm jährlich bei etwa 130 Babys behandlungsbedürftige Erkrankungen rasch erkannt werden. "In den letzten Jahren haben neue Therapieoptionen - etwa bei angeborenen Immundefekten - die Bedeutung des Screenings zusätzlich erhöht, weil ein früher Behandlungsstart direkt über den Krankheitsverlauf entscheidet", betonte Susanne Greber-Platzer, Leiterin des Screening-Programms.

Heute umfasst das Programm mehr als 30 Krankheitsbilder, darunter Hormonstörungen, Stoffwechselerkrankungen, cystische Fibrose, spinale Muskelatrophie und schwere angeborene Immundefekte. Neue Erkrankungen werden auf Basis klar definierter Kriterien aufgenommen.

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