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Weil er nach seinem Auszug 1,8 Millionen Pfund für Reparaturen zahlte, aber nur 1,5 Millionen Pfund benötigt wurden, wurden ihm 302.000 Pfund zugesprochen. Die 1,5 Millionen Pfund für die Reparaturen lieh König Charles III. seinem Bruder privat, wie AFP von einer mit dem Fall vertrauten Quelle erfuhr. Der König habe Mittel aus seinen privaten Einkünften zur Verfügung gestellt um sicherzustellen, dass die königliche Immobilienfirma ihr Geld umgehend erhalte. "Es ist nicht bekannt, wie Andrew dem König das Geld zurückzahlen will, da er kein eigenes Einkommen hat", kommentiert die "Times" den Vorgang.
Charles hatte seinen Bruder wegen dessen Beziehungen zum verstorbenen US-Sexualverbrecher Jeffrey Epstein im vergangenen Jahr zum Auszug aus der Royal Lodge gezwungen. Andrew, der 20 Jahre lang in dem luxuriösen Anwesen gelebt hatte, musste ins abgelegene Gut Sandringham umziehen, das sich im Privatbesitz des Königs befindet.
Im Sommer war bekannt geworden, dass Andrew mehr als zwei Jahrzehnte lang drei Ferienhäuser auf dem Gelände der Royal Lodge untervermietet und dadurch privat Geld verdient hatte. Andrew hatte 2003 eine "Prämie" in Höhe von einer Million Pfund gezahlt, um die Royal Lodge pachten zu können und sich bereit erklärt, 7,5 Millionen Pfund für Renovierungsarbeiten auszugeben. So sicherte er sich einen 75-jährigen Pachtvertrag.
Der König bezieht private Einkünfte aus privaten Ländereien sowie aus anderen Quellen wie Kunst, Kapitalanlagen und Ersparnissen. Diese sind unabhängig von den Mitteln, die er von der Regierung erhält und die ausschließlich für offizielle Angelegenheiten verwendet werden dürfen.
Charles III. hatte Andrew wegen des Epstein-Skandals Ende vergangenen Jahres zudem alle Titel und Ehren entzogen, nachdem posthum die Memoiren des Epstein-Opfers Virginia Giuffre erschienen waren. Giuffre hatte darin detailliert ihren Vorwurf erneuert, der damalige Prinz Andrew habe Sex mit ihr gehabt, als sie erst 17 war. Ein Rechtsstreit zwischen Giuffre und Andrew war 2022 außergerichtlich beigelegt worden.
Im Februar wurde Andrew Mountbatten-Windsor, wie der frühere Prinz nach dem Entzug seiner Titel heißt, vorübergehend festgenommen. Die Royal Lodge und sein neuer Wohnsitz in Sandringham wurden durchsucht. Wie ein Richter am High Court in London am Donnerstag bekanntgab, hat die britische Polizei inzwischen allerdings eingeräumt, dass die von ihr erwirkten Durchsuchungsbefehle illegal waren. Die Ermittlungen, bei denen es um mutmaßlichen Amtsmissbrauch geht, werden aber fortgesetzt. Andrew weist alle gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück.
(FILES) Britain's Prince Andrew, Duke of York reacts as he arrives at St. George's Chapel, Windsor Castle, to attend the Easter Mattins Service, on March 31, 2024. Britain's disgraced former prince Andrew received compensation of 302,000 pounds ($400,000) for giving up his lease on a mansion on the royal family's Windsor estate, the body that manages royal property said October 9, 2026. Andrew, now known as Andrew Mountbatten-Windsor, was forced out of his long-term residence, the Royal Lodge, last year by his brother King Charles III. (Photo by JUSTIN TALLIS / AFP)
