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Satrapi sei eine "Symbolfigur für das iranische Volk und für die Frauenrechte" gewesen, erklärte der französische Präsident Emmanuel Macron. In ihrem Werk habe sie ihre Kindheit im Iran in eine universelle Geschichte verwandelt.
Geboren wurde Marjane Satrapi am 22. November 1969 in der nordiranischen Stadt Rascht, lebte in ihrer Jugend aber auch vorübergehend in Wien, wohin ihre linke Mittelschichtsfamilie sie 1984 nach der Etablierung der Islamischen Republik ins Exil schickte. Nach einer kurzen Rückkehr in den Iran übersiedelte Satrapi 1994 schließlich nach Frankreich, dessen Staatsbürgerschaft sie 2006 erhielt. Weltbekannt wurde Satrapi durch ihre Graphic Novel "Persepolis". Darin schildert sie mit Humor und gesellschaftspolitisch wachem Auge ihre Kindheit und Jugend in Teheran und Wien.
Weitere Graphic Novels der Künstlerin waren "Sticheleien" oder "Huhn mit Pflaumen", die in den frühen 2000er-Jahren erschienen. Marjane Satrapi führte auch Regie bei der Animationsverfilmung von "Persepolis", die sie gemeinsam mit Vincent Paronnaud inszenierte. Das Werk wurde in Cannes 2007 mit dem Preis der Jury ausgezeichnet und 2008 für einen Oscar nominiert. 2014 führte sie ebenso Regie beim Spielfilm "The Voices" mit Ryan Reynolds und Gemma Arterton und drehte 2019 den biografischen Spielfilm "Marie Curie - Elemente des Lebens" über die Nobelpreisträgerin, gespielt von Rosamund Pike.
Zu den Protesten im Iran nach dem Tod von Mahsa Amini veröffentlichte die in Paris lebende Satrapi 2023 den Band "Frau, Leben, Freiheit". Im Vorjahr verweigerte sie schließlich den höchsten Verdienstorden Frankreichs - aus Protest gegen "die scheinheilige Haltung Frankreichs dem Iran gegenüber". Satrapi forderte damals konkrete Taten von ihrer Wahlheimat.






