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Notvorrat: Großbritannien rät zu drei Tagen, Österreich zu zehn bis 14 Tagen

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Holzregal mit Gläsern voller haltbarer Lebensmittel
Foto:©Unsplash, Ray Shrewsberry

Die britische Regierung ruft die Bevölkerung auf, für drei Tage ohne Strom, Wasser oder Internet vorzusorgen. In manchen Geschäften wurden daraufhin Wasser und Konserven knapp. In Österreich gilt eine deutlich längere Empfehlung. Was in einen Notvorrat gehört.

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Be Ready: Was die britische Regierung empfiehlt

Mit der Kampagne Be Ready fordert die britische Regierung Haushalte auf, sich für drei Tage selbst versorgen zu können, falls Strom, Wasser, Telefon oder Internet ausfallen. Sicherheitsminister Dan Jarvis begründete den Schritt in einer schriftlichen Erklärung an das Parlament mit den Stürmen des vergangenen Winters und den Waldbränden dieses Sommers, die solche Dienste unterbrochen hätten. Als weitere Risiken nennt die Regierung Cyberangriffe und feindselige Aktivitäten anderer Staaten.

Auf der offiziellen Checkliste stehen Trinkwasser für drei Tage, gerechnet mit drei Litern pro Person und Tag, sowie haltbare Lebensmittel für denselben Zeitraum. Dazu kommen Desinfektionsmittel und Feuchttücher, eine Taschenlampe mit Ersatzbatterien, Decken und warme Kleidung, ein UKW-Radio mit Batterie oder Kurbel und eine geladene Powerbank. Empfohlen werden außerdem Bargeld in Münzen und Scheinen, Kopien wichtiger Dokumente, eine Liste mit Telefonnummern, Erste-Hilfe-Material und wichtige Medikamente sowie bei Bedarf Babynahrung, Windeln und Tierfutter.

Leere Regale und ein Aufruf zur Ruhe

Nach dem Start der Kampagne berichteten britische Händler von einer höheren Nachfrage nach Radios und Konserven, in einzelnen Märkten waren Wasserflaschen und Dosenbohnen zeitweise ausverkauft. Der Branchenverband British Retail Consortium warnte, dass konkrete Kaufempfehlungen leicht Hamsterkäufe auslösen könnten.

Die Regierung rät deshalb, die Vorräte nach und nach beim normalen Einkauf aufzubauen, statt alles auf einmal zu kaufen. Verteidigungsminister Wes Streeting sagte, die Menschen sollten aufmerksam, aber nicht beunruhigt sein. Jarvis betonte, Großbritannien schließe mit der Kampagne zu vielen europäischen Staaten auf. Die EU-Kommission hatte in ihrer Strategie für eine Union der Krisenvorsorge im März 2025 empfohlen, dass sich die Bevölkerung mindestens 72 Stunden lang selbst versorgen können sollte.

In Österreich gilt eine längere Empfehlung

In Österreich reicht ein Vorrat für drei Tage nach Ansicht der Behörden nicht aus. Auf der Plattform oesterreich.gv.at, für die das Innenministerium verantwortlich ist, wird empfohlen, Lebensmittel und Wasser für alle Haushaltsmitglieder für mindestens zehn bis 14 Tage zu lagern. Als Richtwert für Wasser gelten 2,5 Liter pro Person und Tag. Weil der Bedarf oft unterschätzt wird, raten manche Fachleute zu 35 Litern pro Person. Auch das Land Tirol empfiehlt in seinem Ratgeber einen Vorrat für mindestens 14 Tage.

Neben Lebensmitteln gehören laut oesterreich.gv.at Kerzen, Feuerzeug und eine Taschenlampe mit Ersatzbatterien in den Vorrat, außerdem ein Kurbel- oder Batterieradio, eine Hausapotheke mit persönlichen Medikamenten und Hygieneartikel. Zum Kochen eignen sich Campingkocher oder Fondue-Brenner, sofern sie für den Einsatzort zugelassen sind. Beim Bargeld wird etwa der doppelte Wochen-Einkauf empfohlen, bis zu 100 Euro pro Haushaltsmitglied in kleinen Scheinen. Zusätzlich sollte der Autotank nie fast leer sein.

So bleibt der Vorrat brauchbar

Ein Notvorrat muss nicht auf einmal gekauft werden. Möglich ist laut oesterreich.gv.at, die normalen Vorräte einfach etwas größer zu halten und regelmäßig zu verbrauchen und nachzukaufen, oder einen eigenen, lange haltbaren Notvorrat anzulegen. Er sollte kühl, trocken und geschützt vor Schädlingen lagern und einmal im Jahr kontrolliert werden.

Auf die Tiefkühltruhe sollte man sich nicht verlassen, weil sie bei einem längeren Stromausfall nicht mehr kühlt. Das Land Tirol nennt als geeignete Basis etwa Reis, Nudeln, Haferflocken, Zwieback, Hülsenfrüchte, Fisch- und Fleischkonserven, H-Milch, Öl und Honig. Berücksichtigt werden sollten auch besondere Bedürfnisse wie Diäten, Babynahrung oder Futter für Haustiere. Weitere Informationen bieten der Österreichische Zivilschutzverband und die Sicherheitsinformationszentren der Gemeinden.

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