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Zur genauen Zahl der Vermissten hat die Regierung bisher keine Angaben gemacht. Nach Schätzungen von Experten könnte sie bei bis zu 10.000 liegen. Derweil verlangten Angehörige von Erdbebenopfern, die zuvor aus den USA in ihre Heimat abgeschoben worden waren, eine Entschuldigung von der Übergangsregierung in Caracas. 146 Migranten, unter ihnen sieben Kinder, mussten nach ihrer Ankunft in Venezuela ihre Handys und andere Habseligkeiten abgeben. Sie waren in einem alten Gebäude in La Guaira untergebracht, als das Doppel-Erdbeben die Küstenregion erschütterte.
"Mein Sohn hatte weder in den USA noch in Venezuela eine Vorstrafe", sagte Oswadelis Nuñez, deren 28-jähriger Sohn bei den Beben ums Leben kam, am Montag bei einer Kundgebung in Caracas. Ihren Angaben zufolge hatten die Behörden den Migranten zum Zeitpunkt des Unglücks verboten, das von Geheimdienstagenten bewachte Gebäude zu verlassen. Es habe auch keinen Evakuierungsplan gegeben. "Wir wollen eine moralische Entschädigung, eine Entschuldigung und eine Erklärung, warum sie das getan haben, warum das unseren Kindern widerfahren ist", sagte Nuñez.
