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Die Meeresenge ist für die globale Energieversorgung essenziell. Die Vereinbarung bekomme "viel Unterstützung" aus der Golfregion, da alle betroffenen Staaten sähen, dass sie "sehr vernünftig" sei und umgesetzt werden sollte, sagte Rubio am Montag bei einem Besuch in Indiens Hauptstadt Neu-Delhi.
Der US-Chef-Diplomat machte deutlich, dass Israel "immer das Recht" habe, "sich selbst zu schützen". Wenn also die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon Raketen auf Israel abfeuere oder abzufeuern drohe, habe Israel "jedes Recht, darauf zu reagieren", sagte Rubio vor seiner Weiterreise ins nordindische Agra vor Journalisten.
Zu Israels Forderung, dass eine Friedensvereinbarung den Iran am Bau von Atombomben hindern muss, sagte der US-Außenminister, er setze darauf, dass Teheran zu "sehr realen, bedeutenden, zeitlich begrenzten Verhandlungen zu dem Atom-Thema" bereit sei. US-Präsident Donald Trump sei bei den Verhandlungen mit dem Iran "nicht in Eile", er werde "keinen schlechten Deal" abschließen.
Bei den Gesprächen erzielte der Iran nach eigenen Angaben in vielen Punkten Einvernehmen mit den USA. Dies bedeute jedoch nicht, dass Teheran kurz vor der Unterzeichnung einer Vereinbarung stehe, sagt Außenministeriumssprecher Esmaeil Baghaei. Der Iran verhandle über ein Ende des Krieges und erörtere derzeit keine Nuklearfragen. Zudem erschwerten wechselnde Positionen von US-Vertretern eine Einigung.
Die Führung in Teheran soll der Öffnung der Straße von Hormuz und der Abgabe des hochangereicherten Urans zugestimmt haben. Im Gegenzug sollen die USA ihre Seeblockade beenden. Der oberste iranische Führer Mojtaba Khamenei habe diesen Rahmenbedingungen im Wesentlichen zugestimmt, hieß es aus US-Kreisen. Der Entwurf sehe eine Frist von 60 Tagen für eine endgültige Einigung vor.
Die Details zum iranischen Atomprogramm müssten jedoch noch ausgehandelt werden. Iranischen Kreisen zufolge könnten in späteren Phasen "machbare Maßnahmen" gefunden werden, um den Streit über die Uranbestände beizulegen. Dazu gehöre zudem eine Verdünnung des Materials unter Aufsicht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA).
Der Iran weist die Vorwürfe der USA und Israels, nach Atomwaffen zu streben, zurück und betont sein Recht auf eine Urananreicherung zu zivilen Zwecken. Der erreichte Reinheitsgrad liegt jedoch weit über dem für die Stromerzeugung benötigten Niveau.
Die USA und Israel hatten Ende Februar den Iran-Krieg mit Angriffen auf die Islamische Republik begonnen. Der Iran blockierte in der Folge die Straße von Hormuz, was die Erdöl- und Spritpreise weltweit in die Höhe schießen ließ.
Seit Anfang April gilt im Iran-Krieg eine fragile Waffenruhe. Trump erklärte am Samstag, eine Vereinbarung mit dem Iran zur Beendigung des Krieges sei "weitgehend ausgehandelt", müsse aber noch endgültig fertiggestellt werden. Am Sonntag dämpfte Trump dann allerdings die Hoffnungen, indem er eine "übereilte Vereinbarung" mit Teheran ausschloss.





