ABO

USA bekam neuen Vorschlag des Iran für Deal übermittelt

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
3 min
Pakistan hat den USA angeblich einen überarbeiteten Vorschlag des Iran zur Beendigung des Krieges übermittelt. Das sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person aus pakistanischen Vermittlerkreisen am Montag der Nachrichtenagentur Reuters vor dem Hintergrund der stockenden Friedensgespräche. "Wir haben nicht viel Zeit", sagte der Insider auf die Frage zu den Möglichkeiten, die bestehenden Differenzen zu überwinden. Beide Seiten würden ihre Bedingungen zudem immer wieder ändern.

von

Das iranische Außenministerium bestätigte die Übermittlung des neuen Vorschlags. Wie am Vortag angekündigt, seien Teherans "Bedenken" der Gegenseite übermittelt worden, sagte Außenministeriumssprecher Esmail Baghaei am Montag Journalisten. Weiter sagte er, die Gespräche würden "über den pakistanischen Vermittler fortgesetzt". Details nannte er zunächst nicht.

Iranische Medien hatten zuvor von "überzogenen Bedingungen" der USA berichtet. Laut der Nachrichtenagentur Mehr verlangt Washington in seinem jüngsten Vorschlag "sehr strenge und langfristige Restriktionen für den iranischen Atomsektor".

Laut der iranischen Nachrichtenagentur Fars legte die US-Regierung einen Fünf-Punkte-Plan zur Beendigung des Iran-Kriegs vor, wonach der Iran nur noch eine Atomanlage betreiben dürfte und seinen Bestand an hochangereichertem Uran den USA aushändigen müsste. Außerdem wolle Washington nicht einmal 25 Prozent der eingefrorenen iranischen Guthaben freigeben und keine Reparationszahlungen für Kriegsschäden leisten.

Die USA und Israel begannen den Iran-Krieg rund um die Rolle der Islamischen Republik als Regionalmacht und das iranische Atomprogramm Ende Februar. Teheran reagierte auf das massive Bombardement mit Gegenangriffen auf Israel, regionale US-Basen sowie die Staaten am Persischen Golf, die es als US-Verbündete betrachtet. Aktuell gilt in dem Krieg eine Waffenruhe. Die Verhandlungen, den Krieg langfristig zu stoppen, kommen aber nicht vom Fleck. Zusätzlich sorgt die Sperre der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Seestraße von Hormuz für wirtschaftliche Verwerfungen und Sorge über ein Wiederaufflammen der Gefechte.

Israel stellt sich nach Medienberichten mittlerweile auf eine mögliche Wiederaufnahme der Angriffe im Iran ein. "Unsere Augen sind weit geöffnet in Bezug auf den Iran", sagte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu am Sonntag bei einer Kabinettssitzung in Jerusalem. "Es gibt gewiss viele Möglichkeiten, wir sind auf jedes Szenario vorbereitet." Danach telefonierte er mit US-Präsident Donald Trump. Dieser drohte online: "Für den Iran tickt die Uhr".

Über die Autoren

Logo
Monatsabo ab € 21,75
Ähnliche Artikel
2048ALMAITVEUNZZNSWI314112341311241241412414124141241TIER