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Israel rechnet mit möglichem Neubeginn des Iran-Kriegs

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Auch Irans Exil-Opposition setzt die Hoffnung auf Trump
©APA, dpa, Boris Roessler
Israel stellt sich nach Medienberichten auf eine mögliche Wiederaufnahme der Angriffe im Iran ein. Die israelische Armee sei in höchster Bereitschaft, schrieb die Zeitung "Yediot Ahronot" unter Berufung auf israelische Regierungsvertreter. Die USA und Israel bereiteten sich demnach derzeit intensiv auf eine mögliche Wiederaufnahme der Kämpfe vor. Dem Bericht zufolge warten israelische Vertreter auf eine Entscheidung von US-Präsident Donald Trump.

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Zugleich mehrten sich die Anzeichen, dass Trump neue Militärschläge gegen den Iran anordnen könnte, nachdem er zu dem Schluss gekommen sei, dass Teheran nicht bereit sei, seine Bedingungen bei den Verhandlungen zu akzeptieren.

Die "New York Times" hatte bereits am Freitag berichtet, das Pentagon bereite sich auf einen möglichen Neubeginn des Kriegs vor. Hintergrund sei, dass die bisherigen Ziele – insbesondere mit Blick auf das iranische Atomprogramm – bislang nicht erreicht worden seien. Die USA und Israel seien mit intensiven Vorbereitungen auf eine mögliche Wiederaufnahme der Angriffe im Iran schon in dieser Woche beschäftigt, berichtete das Blatt unter Berufung auf zwei Repräsentanten aus dem Nahen Osten.

Auch der israelische Fernsehsender N12 meldete unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Regierungsvertreter in Jerusalem, dass in Israel nach Trumps Rückkehr aus China damit gerechnet werde, dass er innerhalb von 24 Stunden sein engstes Beraterteam einberuft, um eine endgültige Entscheidung zu treffen. In Israel gehe man davon aus, dass eine Entscheidung über ein militärisches Vorgehen "sehr bald" fallen könnte. Man rechne man damit, dass neue Kämpfe "Tage bis Wochen" dauern würden.

"Yediot Ahronot" zufolge wird derzeit nicht erwartet, dass Trump einen umfassenden Krieg mit dem Ziel eines Sturzes der iranischen Führung beginnen will. Stattdessen rechne man eher mit begrenzten Angriffen auf Kraftwerke und Brücken.

Denkbar seien aber auch Bodenoperationen zur Einnahme der für den Export wichtigen Insel Kharg oder zur Bergung der Bestände von rund 440 Kilogramm Uran, das im Iran auf 60 Prozent angereichert wurde und bei weiterer Anreicherung zum Bau mehrerer Atomwaffen ausreichen könnte.

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