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Ihre Kandidatur ist auch deshalb bemerkenswert, weil sie vor dem Tod ihres Bruders nicht politisch in Erscheinung getreten war. Graham Nordone dankte ihren Unterstützern am Dienstagabend (Ortszeit) und sagte, ihr Bruder gucke aus dem Himmel herab und sei sehr stolz. Sie vermisse ihren Bruder Lindsey jeden Tag. Sie dankte auch Trump für seine Unterstützung. Der Sieg wäre ohne ihn nicht möglich gewesen, sagte sie.
Der einflussreiche Senator Lindsey Graham, ein enger Verbündeter Trumps, war im Juli im Alter von 71 Jahren überraschend an den Folgen einer Gefäßerkrankung gestorben. Er war als republikanischer Kandidat für die Zwischenwahlen - die "Midterms" - bereits gesetzt gewesen. Nach seinem Tod wurde eine weitere Vorwahl nötig.
Der Gouverneur des Bundesstaats South Carolina, Henry McMaster, beauftragte Graham Nordone nach dem Tod ihres Bruders, dessen Amtsgeschäfte für den Rest der Legislaturperiode zu übernehmen. Später kündigte die politische Novizin an, sich bei der Wahl um den Sitz im Senat bewerben zu wollen.
Seit Jahrzehnten wird der südöstliche Bundesstaat mit seinen rund 5,6 Millionen Einwohnern von Republikanern regiert. Auch bei der Präsidentschaftswahl liegen republikanische Kandidaten traditionell vor der Konkurrenz der Demokraten. Graham Nordone dürfte daher im November auch gute Chancen haben, sich den Senatssitz ihres Bruders zu sichern.
