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Nach Angaben von Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin steuerten "mehr als 430 Drohnen" die russische Hauptstadt an. Die meisten davon seien schon weit vor Moskau abgeschossen worden, 36 im direkten Anflug auf das Stadtgebiet, schrieb er bei Telegram. Das wäre der zahlenmäßig größte ukrainische Drohnenangriff auf Moskau in den vergangenen zwei Jahren. Allerdings ist unklar, welche Drohnen in die Statistik Sobjanins eingeflossen sind. Schäden meldete er nicht, die Flughäfen der Hauptstadt waren aber stundenlang gesperrt.
Die Ukraine ging auch gegen Öltanker der sogenannten russischen Schattenflotte vor. Bei dem nächtlichen Angriff mit Drohnen im Asowschen Meer seien acht Tanker, ein Frachtschiff und eine Fähre getroffen worden, teilte der ukrainische Drohnen-Kommandant Robert Browdi auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Die Schiffe mit einer Frachtkapazität von rund 7000 Tonnen seien mit internationalen Sanktionen belegt und hätten Treibstoff auf die von Russland annektierte Halbinsel Krim transportiert, hieß es von den ukrainischen Drohnenstreitkräften auf Telegram.
In der westrussischen Stadt Belgorod ist Medienberichten zufolge eine zum mehrheitlich staatlichen, russischen Energieunternehmen Gazprom gehörende Röhrenfabrik in Flammen aufgegangen. Der amtierende Gouverneur der Region, Alexander Schuschajew, schrieb von einem Raketenangriff, nach dem ein Feuer in einem nicht näher benannten Infrastrukturobjekt ausgebrochen sei. Bei dem Angriff sei ein Mensch ums Leben gekommen.
In Kaluga brach laut Gouverneur Wladislaw Schapscha nach Drohnenangriffen ein Brand in einem Industrieobjekt aus. Medienberichten zufolge handelt es sich dabei um eine Ölanlage.
Das ukrainische Militär griff eigenen Angaben zufolge zwei Rüstungsfabriken in der russischen Region Brjansk an. Bei einem der getroffenen Betriebe handelt es sich um Kremnij EL, einen Hersteller von Mikroelektronik und Zulieferer des russischen Militärs, wie der ukrainische Generalstab auf Telegram mitteilt. Zudem sei eine Chemiefabrik getroffen worden. Diese stellt den Angaben zufolge Schießpulver, Sprengstoff und Treibstoff für die Raketenproduktion her.
Der deutsche Kanzler Friedrich Merz hofft indes darauf, dass vom NATO-Gipfel in Ankara ein wichtiges Signal für die von Russland angegriffene Ukraine ausgeht. "Ankara könnte einen Einschnitt in diesem Krieg markieren", sagte Merz in Berlin vor seinem Abflug zum NATO-Gipfel in der türkischen Hauptstadt. "Dem Kreml dürfte langsam klar sein, dass sich Russland in diesem Krieg nicht durchsetzen wird und seine Kriegsziele nicht erreichen wird", fügte Merz hinzu.
