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Bombenanschläge nahe Hotel Macrons in Damaskus

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Die zwei Präsidenten in der Umayyaden-Moschee
©APA/APA/AFP/LUDOVIC MARIN
In der Nähe des Hotels in Syriens Hauptstadt Damaskus, in dem der französische Präsident Emmanuel Macron während seines Besuchs die Nacht verbracht hat, sind am Dienstag laut syrischen Sicherheitskreisen zwei Bomben explodiert. Eine sei in einem Müllcontainer platziert worden, die andere in einem Fahrzeug, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP. Macron sei zum Zeitpunkt der Explosionen bereits nicht mehr im Hotel gewesen. Der Elysée-Palast bestätigte, er sei sicher und wohlauf.

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Macron werde seinen Besuch in Syrien fortsetzen, teilte das französische Präsidialamt mit. Reporter der Nachrichtenagentur AFP hörten die Explosionen und sahen Rauch über dem dem Viertel aufsteigen. Krankenwagen fuhren zum Ort des Geschehens, während Sicherheitskräfte mehrere Zufahrten zu dem Gebiet absperrten. Macron befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits im syrischen Präsidentenpalast und führte ein Gespräch mit Interimspräsident Ahmed al-Sharaa.

Macron war am Montag in Syrien eingetroffen. Er ist der erste westeuropäische Staatschef, der Syrien seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Bashar al-Assad im Dezember 2024 besucht. Nach einem Arbeitsessen besichtigten Macron und Sharaa am Montagabend die berühmte Umayyaden-Moschee in Damaskus.

Im Onlinedienst X schrieb Macron, er komme, um "Frankreichs Engagement für das syrische Volk zu bekräftigen". Es gehe um Unterstützung "für ein souveränes Syrien, das in seiner Vielfalt vereint ist und mit seinen Nachbarn in Frieden lebt".

Seit dem Sturz Assads durch islamistische Milizen im Dezember 2024 hat es in Damaskus mehrere Anschläge gegeben. Am vergangenen Donnerstag waren bei einem Bombenanschlag in einem Café in der Innenstadt zehn Menschen getötet und 21 weitere verletzt worden. Bisher bekannte sich niemand zu der Tat.

Französische Behörden hatten Macrons Reise bis zu seiner Ankunft geheimgehalten und dies unter anderem mit Sicherheitsbedenken begründet. Die syrischen Behörden hatten am Sonntag einen Besuch Macrons angekündigt, ohne jedoch ein Datum zu nennen.

Aus Sicherheitsgründen nannte das französische Präsidialamt auch keine näheren Details zu den Programmpunkten des Besuchs. Am Dienstag soll es demnach ein offizielles Treffen Macrons mit Sharaa und eine gemeinsame Pressekonferenz geben. Später am Dienstag will Macron zum NATO-Gipfel in die türkische Hauptstadt Ankara weiterreisen.

Aus dem Elysée-Palast hieß es ferner, Macron werde "für ein freies, pluralistisches Syrien, das alle seine Bevölkerungsgruppen respektiert" eintreten - und für ein Land, das "eine mäßigende Rolle bei den Spannungen im Nahen Osten spielt". Es komme für Paris "nicht in Frage", dass in Syrien "eine Alleinherrschaft an die Stelle einer anderen Alleinherrschaft tritt".

Macron wird von einer Wirtschaftsdelegation begleitet. Die Gespräche sollen sich unter anderem um mögliche Investitionen in Syrien und den Wiederaufbau des Landes nach dem Bürgerkrieg drehen.

Die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA schrieb von einem "historischen Besuch" und einem "entscheidenden Meilenstein zur Wiederherstellung der internationalen Präsenz Syriens". Die Beziehungen zwischen beiden Ländern gingen dadurch in eine "neue Phase" über, die "auf gegenseitigem Respekt und einer ausgeglichenen Partnerschaft" beruhe.

Bei seinem Besuch wollte Macron laut dem Elysée-Palast auch eine Reihe von Kunstschätzen an Syrien zurückgeben. Es handle sich um 23 archäologische Objekte, die 2010 dem Institut du monde arabe in Paris geliehen worden und wegen des syrischen Bürgerkriegs nicht zurückgebracht worden seien.

Im Mai 2025 war Macron bereits der erste westliche Staatenlenker gewesen, der den syrischen Präsidenten Sharaa zu einem Besuch empfangen hatte. Vor Macrons jetzigem Besuch hatte zuletzt 2009 mit Nicolas Sarkozy ein französischer Präsident Syrien besucht. Seit ihrer Machtübernahme im Dezember 2024 hat die neue, islamistische, syrische Führung unter Sharaa wiederholt versichert, die Minderheiten im Land zu schützen. Seither kam es in Syrien jedoch immer wieder zu Gewalt insbesondere gegen die Volksgruppen Alawiten, Drusen und Christen.

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