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Ungarische Medien unterstreichen das gute Verhältnis von Orbán zu allen drei Staaten, vor allem zu Russland. Orbán, der bei den Parlamentswahlen im April mit seiner rechtsnationalen Fidesz-Partei eine schwere Niederlage gegen Péter Magyar und dessen TISZA-Partei erlitt, zögert jedoch mit einem offiziellen Kommentar. Dabei soll er sich dem Bericht zufolge interessiert zeigen. Er wolle jedoch laut WSJ nur bei klaren Siegeschancen antreten. Europäische Großmächte, wie Frankreich und Großbritannien, könnten jedoch Widerstand leisten und die Nominierung blockieren.
Der stellvertretende russische Außenminister Alexander Alimow sagte, dass weder Russland noch die USA oder China Orbán für den Posten des UNO-Generalsekretärs nominieren würden. Dies berichtete das ungarische Portal "telex.hu" am Montag unter Berufung auf Interfax. Als Begründung wurde angeführt, dass Russland, die USA und China als ständige Mitglieder des UNO-Sicherheitsrates traditionell selbst keine Kandidaten für das Amt des Generalsekretärs nominieren. Russland habe die Nachricht über eine angebliche Nominierung Orbáns lediglich aus den Medien erfahren, erklärte Alimow weiter.
Im Jahr 2018 hatte Orbán sich kurz nach seinem Wahlsieg abwertend über die UNO-Strukturen und die dortigen Politiker geäußert. Die Institutionen der Vereinten Nationen würden von Politikern geleitet, die in ihren eigenen Heimatländern politisch gescheitert seien, sagte Orbán dem ungarischen Sender Kossuth Radio. Solche Personen würden bei der UNO lediglich ihre abnormen individuellen Ambitionen weiterverfolgen.
