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Russland habe die Innenstadt von Dnipro attackiert, schrieb der Militärgouverneur der südostukrainischen Region, Olexander Hanscha, bei Telegram. Dabei seien mindestens drei Menschen getötet worden. Weitere 15 Menschen seien verletzt worden. Hanscha veröffentlichte Fotos und Videos, die Zerstörungen, Feuer und Rauch an einem Gebäude zeigen. In der Stadt Synelnykowe habe das russische Militär ein Logistikzentrum attackiert. Dort sei mindestens eine Person getötet worden. Außerdem gebe es drei Verletzte, darunter ein 15-Jähriger. Er sei in kritischem Zustand im Spital. Man suche nach Vermissten.
Bei einem der in Kiew Getöteten handle es sich um einen aserbaidschanischen Staatsbürger, so Selenskyj. Er schrieb außerdem von Drohnenangriffen und Schäden unter anderem an Wohnhäusern, Telekommunikationsinfrastruktur und Tankstellen in der Hauptstadt Kiew. In der Region Odessa sei ein Schiff unter der Flagge von Palau getroffen worden. Regionale Behörden sprachen dort von zwei Verletzten.
Am Sonntag hatte es mindestens fünf Tote durch Angriffe gegeben. Westlich von Kiew schlug in einem Vorort der Hauptstadt eine Drohne auf einem Markt ein. Dabei wurden laut Behördenangaben zwei Menschen getötet und etwa zehn verletzt. In der nördlichen Stadt Sumy starben dem regionalen Gouverneur Oleh Hryhorow zufolge zwei Menschen durch Gleitbomben. In Charkiw im Nordosten wurde ein Autofahrer durch einen Drohneneinschlag getötet.
In Kiew gab es nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko neun Verletzte. Dort seien unter anderem Hochhäuser, Datenzentren und ein Gebäude getroffen worden, das vom saudi-arabischen Botschafter als Residenz genutzt werde. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte die Angriffe auf zivile Ziele auf der Nachrichtenplattform X als Terrorismus.
Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigte Angriffe unter anderem auf Datenzentren in Kiew. Sie hätten die ukrainische Armee mit Mobilfunk und Internet versorgt, hieß es zur Begründung. Im Gebiet Odessa seien unter anderem ein Logistikzentrum und ein Schiff attackiert worden. Das Schiff habe Güter für die ukrainischen Streitkräfte transportiert, hieß es. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.
Die ukrainische Armee vermeldete indes Geländegewinne. Dritte Armeekorps habe ein Gebiet von 51 Quadratkilometern wieder unter seine Kontrolle gebracht, sagte Brigadegeneral Andrij Biletskyj am Montag. Er befehligt die Einsätze in dem Gebiet seit vergangenem Monat. Ziel des Einsatzes mit dem Namen "Vivaldi" sei es, den russischen Angriff auf wichtige ukrainische Stützpunkte im Osten des Landes zu erschweren. Insgesamt seien bei dieser Offensive 176 Quadratkilometer im Norden von Donezk zurückgewonnen worden. Dabei seien drei Dörfer befreit und zwei weitere Ortschaften gesichert worden, erklärte Biletskyj weiter.
Nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj setzte die Armee auch die Angriffe auf russisches Gebiet fort. Ziel seien Ölanlagen in der Region Krasnodar gewesen sowie zwei Rüstungsfabriken in den Regionen Tula und Woronesch. Der geschäftsführende Gouverneur von Brjansk teilte zudem mit, dass in der russischen Grenzregion Bahninfrastruktur mit ukrainischen Drohnen angegriffen worden sei. Dabei sei eine Bahnbrücke teilweise eingestürzt. Fast 30 Waggons seien entgleist. Verletzt worden sei niemand.
Die Ukraine wehrt sich seit über viereinhalb Jahren gegen eine Invasion der russischen Armee. Angesichts festgefahrener Frontlinien greift Russland mit seiner Luftwaffe, Kampfdrohnen und ballistischen Raketen verstärkt die Städte der Ukraine an. Die Ukraine wehrt sich mit Drohnenangriffen gegen Objekte der Erdöl- und Rüstungsindustrie auf russischem Staatsgebiet.
Rescue personnel work in a multistorey residential building, damaged following a Russian aerial attack on Kharkiv, on September 28, 2026, amid the Russian invasion of Ukraine. To date, 24 local residents were injured, 8 of them children, the rescuers said. (Photo by SERGEY BOBOK / AFP)
