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Tiroler Kinderbetreuung: Rechtsanspruch gestartet

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Mit Montag startet das Recht auf Kinderbetreuung in der Praxis
©APA, MARKUS STEGMAYR
Das von der schwarz-roten Tiroler Landesregierung beschlossene Recht auf Vermittlung eines Kinderbetreuungsplatzes ab dem 2. Lebensjahr ist in der Praxis angekommen. Zuvor wurden 11.600 Kinder über die vom Land geschaffene Online-Plattform "Frida" angemeldet und an Betreuungsplätze in den Gemeinden zugeteilt. Damit sei Tirol nunmehr das erste Bundesland, das dieses Recht handfest verankere, hieß es am Samstag bei einer Pressekonferenz in einem Kindergarten in Landeck.

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Der Start des Vorhabens reicht bis ins Jahr 2022 zurück. Es war bereits in der Koalitionsvereinbarung von Schwarz-Rot enthalten. 2024 begann schließlich die Umsetzungsphase. Ende 2025 ging die Plattform "Frida" online, über die Eltern ihre Kinder anmelden konnten. Nach der Anmeldung folgte schließlich die Vermittlung. Zudem gab das Land auch die Empfehlung von 1,20 Euro pro Stunde und Kind als Kostenempfehlung aus, welche allerdings die Gemeinden autonom festlegen können.

Ab Montag mit Schulbeginn im Bundesland startet das "Recht auf Kinderbildung und Kinderbetreuung", wie es das Land selbst nennt, ins erste Kinderbetreuungsjahr. Der nunmehrige Startschuss sei der Beginn eines Projekts, das nur umsetzbar gewesen sei, "weil der Koalitionspartner dasselbe Ziel verfolgt hat", sagte Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP) bei dem Pressegespräch, das Eröffnungsfeierlichkeiten des neu errichteten Kindergartens "Angedair" voranging. Ab Montag werden dort 96 Kinder ganztätig und ganzjährig betreut werden.

Mit dem nunmehrigen Recht schaffe die Landesregierung "erstmals Wahlfreiheit für die Eltern" und trage erheblich zur "Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei", betonte Mattle. Das nun in der Praxis auf dem Prüfstand stehende Projekt sei ausgiebig vorbereitet worden. Pilotregionen und eine Koordinationsstelle hätten den nunmehrigen einwandfreien Einstieg in den Betreuungsalltag ermöglicht, so Mattle.

Mit diesem Einstieg werde nunmehr eine "gemeinsame politische Idee und Vision" verwirklicht, strich Landeshauptmannstellvertreter Philip Wohlgemuth (SPÖ) heraus. Dieses Projekt sei jedenfalls "beispielhaft", weil es damit gelinge, "konkrete Verbesserungen im Land zu schaffen", führte er aus. Es gelinge damit künftig nämlich, nicht weniger als "gute, faire und gerechte Betreuung" zu schaffen, die letztlich zu "Chancengleichheit" führe, strich Wohlgemuth heraus und sprach damit auch die vom Land ausgerufenen 1,20 Euro pro Kind und Betreuungsstunde als Kostenwunsch der Landesregierung an.

Dass es hierbei noch "Harmonisierung" bedürfe, räumte Bildungslandesrätin Cornelia Hagele (ÖVP) auf Nachfrage vor Journalisten ein. "Bis 2030 soll es hier ein einheitliches System geben", erklärte sie. Sie sei "guter Dinge", dass es gelinge, mit einer "Top-Up-Förderung" der Abteilung für Elementarbildung Gemeinden dazu zu bewegen, sich bei 1,20 Euro einzupendeln. Derzeit gebe es sowohl "Gemeinden, die unter diesem Betrag liegen, als auch solche, die darüber sind", konstatierte sie.

Im Kindergarten Angedair sei man ebenfalls guter Dinge, schloss der Landecker Bürgermeister, Herbert Mayer, an die Bildungslandesrätin an. Mit der Neuerrichtung des Kindergartens, die in den letzten beiden Jahren erfolgt sei, biete man gewissermaßen die "Hardware für die Software an", führte er aus und sprach damit das "neue Konzept der Landesregierung" sowie den Kindergarten als Betreuungsstätte an.

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