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Dem "Kurier" liegt der Brief der SPÖ-Frauen laut eigenen Angaben nicht vor. Die Zeitung zitiert aber mehrere SPÖ-Funktionärinnen, wonach viele Frauen in der Stadtpartei sich vom Bürgermeister eine klare Reaktion auf Rucks Aussagen gewünscht hätten. Unterschrieben sei der Brief von den Präsidiumsmitgliedern der Wiener SPÖ Frauen - darunter Marina Hanke (Frauenvorsitzende und 3. Gemeinderatsvorsitzende), die frühere Vizebürgermeisterin Kathrin Gaál, Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch, die Nationalratsabgeordnete Petra Bayr sowie die Bezirksvorsteherin Alsergrund (9. Bezirk) Saya Ahmad.
Der APA wurde der Versand bzw. Erhalt und Inhalt des Briefes bisher nicht bestätigt. Laut Kurier steht eine Antwort des Bürgermeisters an die Wiener SPÖ-Frauenorganisation noch aus. Ludwigs Büro zitiert die Zeitung mit: "Nach der Urlaubszeit wird es ein persönliches Treffen mit dem Präsidium der Wiener SPÖ Frauen geben."
Ruck hatte sich in einem mitgeschnittenen Privatgespräch, aus dem Ausschnitte Monate später an mehrere Medien gespielt wurden, unter anderem wenig schmeichelhaft zu der Wiener Finanzstadträtin Barbara Novak (SPÖ) geäußert. Wie später bekannt wurde, waren bei dem Gespräch auch zwei rote Funktionäre dabei - der Donaustädter Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy (SPÖ) und der Chef des roten Wirtschaftsverbandes in Wien (SWV), Marko Fischer.
"Ich kenne den Wortlaut dieser Gespräche nicht, ich war ja auch nicht dabei", sagte Ludwig nach Bekanntwerden der ersten Gesprächsprotokolle gegenüber der APA. Er kenne Ruck anders, nämlich als umsichtigen und vertrauensvollen Gesprächspartner. Nach Rucks Rücktritt bedankte sich Ludwig bei ihm in einer Aussendung für "die langjährige Zusammenarbeit".
