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Bereits seit Längerem ist das Phänomen der selbst ernannten "Pedo-Hunter" auch in Österreich zu beobachten. Oftmals im Internet radikalisierte Täter kontaktieren schwule Männer, denen sie fälschlicherweise Pädophilie unterstellen und unter einem Vorwand zu einem Treffen locken, wo sie ihren Opfern Gewalt zufügen. Ein 29-Jähriger wurde im Sommer bei einem solchen Treffen von einem erst 18-Jährigen getötet.
"Wir sollten aufhören, diese Täter selbst als 'Pedo-Hunter' zu bezeichnen und damit ungeprüft ihre eigene Erzählung zu übernehmen. Was wir sehen, sind rechtsextreme, queerfeindliche Netzwerke, die das jahrhundertealte Feindbild vom homosexuellen Mann als vermeintlicher Gefahr für Kinder instrumentalisieren, um Hass und Gewalt zu legitimieren", betont in diesem Zusammenhang HOSI-Obfrau Ann-Sophie Otte.
Im März 2025 führten die Behörden Razzien in sieben Bundesländern durch, bei denen mehr als ein Dutzend Frauen und Männer wegen vermeintlichen Hassverbrechen gegen die LGBTIQ+-Community festgenommen wurden. Als Reaktion einigte sich der Nationalrat darauf, die Bundesregierung zur Umsetzung eines Aktionsplans aufzufordern. Dieser soll laut SPÖ im Herbst in die Umsetzung gehen. "Neben konsequenter Strafverfolgung braucht es endlich wirksame Prävention und Deradikalisierung. Der Nationale Aktionsplan gegen Hate Crime muss genau dort ansetzen und gemeinsam mit der betroffenen Community mit konkreten Maßnahmen gefüllt werden. Wir dürfen nicht erst reagieren, wenn aus Hass tödliche Gewalt geworden ist", sagte Otte.
