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Der Angriff löste in der muslimischen Welt große Empörung aus und könnte den Konflikt in der Region weiter verschärfen. Die gegen die Houthi kämpfende Militärkoalition kündigte nach dem Angriff Vergeltungsmaßnahmen an. Die Sicherheit der heiligen Stätten und der Pilger sei eine "rote Linie", erklärte sie. Der Kampfverband der Koalition werde "nicht zögern, die notwendigen und abschreckenden Maßnahmen" zu ergreifen.
Die Houthi wiesen die Vorwürfe umgehend als "abgedroschene Lüge" zurück, wie Funktionär Hasem al-Assad bei X schrieb. "Unsere Einsätze zielen auf Ölanlagen und Militärstützpunkte ab, die weit entfernt von den heiligen Stätten liegen", erklärte Houthi-Sprecher Jahja Saree am Mittwoch in Onlinediensten.
Die pro-iranische Miliz meldete indes den Abschuss eines saudi-arabischen Kampfflugzeuges. Der Kampfflieger vom Typ F-15 sei "abgeschossen" worden, während er einen "feindlichen Einsatz" im Luftraum der jemenitischen Provinz Marib ausführte, so Saree. Er warf Saudi-Arabien zudem vor, in dieser Woche 450 Angriffe im Jemen ausgeführt zu haben.
Bereits am Dienstag hatten die Behörden in der Pilgerstadt eine Warnung ausgegeben. Die Menschen sollten ruhig bleiben und offizielle Anweisungen befolgen, teilte der saudische Zivilschutz mit. Es war das erste Mal seit der neuen Eskalation des Konflikts mit der Houthi-Miliz, dass in Mekka Alarm ausgelöst wurde. Maliki zufolge war die versuchte Drohnen-Attacke der erste Houthi-Angriff auf die für Muslime heilige Stadt seit 2017. Damals hatte die Miliz demnach versucht, Mekka mit einer ballistischen Rakete anzugreifen.
Die mit dem Iran verbündete Houthi-Miliz beschießt im Zuge der Eskalation des Jemen-Kriegs auch wieder verstärkt Ziele im benachbarten Saudi-Arabien. Das sunnitische Königreich ist mit der international anerkannten Regierung im Jemen verbündet und bombardiert die schiitische Miliz. Mekka ist die heiligste Stadt im Islam. Die Stadt im Westen Saudi-Arabiens gilt als der Geburtsort des Propheten Mohammed.
Die Organisation für Islamische Zusammenarbeit prangerte den Angriff als "abscheulich" an. Die Organisation, der 57 muslimische Staaten angehören, erklärte bei X, sie verurteile "die abscheulichen Angriffe der Houthi-Gruppe auf die Stadt Mekka und die Region Medina sowie deren anhaltende Aggression gegen das Königreich Saudi-Arabien".
Dpa-Informationen zufolge bauen die Houthi indes ihre Stellungen um die wichtige Meerenge Bab al-Mandab aus. Wie eine den Streitkräften der international anerkannten Regierung nahestehende Quelle mitteilte, hoben die Rebellen etwa Gräben aus, um die kürzlich eroberten Gebiete an der jemenitischen Rotmeerküste zu verteidigen. Auch von Minen war die Rede, ob von Seeminen oder Landminen blieb jedoch unklar.
Die mit dem Iran verbündeten Houthi hatten in einer Blitzoffensive in der vergangenen Woche die gesamte Westküste des Jemen überrannt und strategisch gelegene Inseln erobert. Sie haben damit praktisch uneingeschränkten Zugriff auf die Meerenge Bab al-Mandab, die das Rote Meer mit dem Golf von Aden verbindet. Durch diesen Wasserweg führt die wichtigste Schifffahrtsroute zwischen Europa und Asien.
