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Helfer suchten nach Überlebenden. "Wir hören immer noch Stimmen unter den Trümmern", sagte der Leiter des Zivilschutzes in Gaza-Stadt, Raed al-Dahshan. Mindestens zehn Familien hatten Al-Dahshan zufolge in dem baufälligen Gebäude Zuflucht gesucht, da es an sicheren Unterkünften fehle. Die Rettungsarbeiten gestalteten sich jedoch schwierig, da es an schwerem Gerät mangele. Einige Organisationen der Vereinten Nationen (UN) und ein ägyptischer Hilfsdienst unterstützten die Arbeiten. Der Leiter des UN-Entwicklungsprogramms (UNDP) in Gaza, Alessandro Mrakic, beschrieb die Lage als tragisch. Die Menschen müssten teilweise mit bloßen Händen graben.
Im Zuge des Kriegs zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas stürzen immer wieder durch die Kämpfe beschädigte Gebäude ein. Israels Armee sagte auf Anfrage, sie gehe den Berichten nach. Laut Anrainern haben sich mehr als 60 Menschen, vor allem im Krieg Vertriebene, in der Nacht in dem Haus aufgehalten. Der Zivilschutz teilte mit, dass auch Vertriebene in Zelten neben dem Gebäude unter den Opfern sein dürften.
In palästinensischen und sozialen Medien verbreitete Aufnahmen sollen Schuttberge nach dem Hauseinsturz zeigen. In einem Video ist zu sehen, wie Helfer versuchen, ein zwischen Trümmern feststeckendes, weinendes Kind zu befreien.
Zehntausende Palästinenser leben nach Angaben des Zivilschutzes in rund 2.000 durch israelische Luftangriffe beschädigten Gebäuden. Mrakic warnte, dass rund 400 weitere Häuser vom Einsturz bedroht seien, insbesondere angesichts des bevorstehenden Winters. Vertreter der Palästinenser und der UN machen israelische Einfuhrbeschränkungen für den Mangel an schweren Baumaschinen verantwortlich. Israel begründet die Beschränkungen damit, dass die Maschinen nicht in die Hände von militanten Gruppen gelangen dürfe. Nach UN-Angaben haben die israelischen Angriffe seit dem Beginn des Gaza-Kriegs im Oktober 2023 in dem Palästinenser-Gebiet rund 61 Millionen Tonnen Schutt hinterlassen, dessen Beseitigung sieben Jahre dauern könnte.
Seit Oktober 2025 herrscht im Gaza-Krieg eigentlich eine Waffenruhe. Zuletzt hat Israel seine Luftangriffe wieder verstärkt und dabei laut eigener Darstellung gezielt ranghohe Hamas-Mitglieder ins Visier genommen.
Auslöser des Kriegs war das Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023 in Israel. Der Gazastreifen ist dabei großflächig zerstört worden, hunderttausende Palästinenser haben ihr Zuhause verloren. Sie leben in provisorischen Unterkünften wie Zelten oder auch in beschädigten Gebäuden, die oftmals einsturzgefährdet sind.
