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USA beschränken Schutz für Öltanker in Hormuzstraße zeitlich

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Die US-Marine kann nur eingeschränkt Schutz bieten
©Afp, APA, ATTA KENARE
Die USA schränken laut einem Bericht wegen Angriffen des Iran den militärischen Schutz für Tanker in der Seestraße von Hormuz auf bestimmte Zeitfenster ein. Die Schiffe seien aufgefordert worden, die Meerenge am Persischen Golf nur noch zu festgelegten Zeiten zu passieren, berichtete die Zeitung "Financial Times" am Samstag unter Berufung auf E-Mails des US-Marinekoordinationszentrums. Der Schutz aus der Luft sei seit Anfang September auf zwei tägliche Zeitfenster begrenzt.

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Hintergrund sind verstärkte iranische Angriffe auf Schiffe in der Nacht. Die Regierung in Washington bietet die Unterstützung seit Mai für Schiffe an, die eine Route entlang der omanischen Küste nutzen. Durch die Straße von Hormuz werden rund 20 Prozent des weltweiten Energiehandels abgewickelt. Der Iran hat die Straße von Hormuz wegen des Krieges gegen die USA größtenteils blockiert. Die USA setzen die Führung in Teheran mit einer eigenen Seeblockade und Wirtschaftssanktionen unter Druck, woraufhin es zuletzt wiederholt zu militärischem Beschuss zwischen den iranischen Revolutionsgarden und US-Streitkräften kam.

Der iranische Präsident Massoud Pezeshkian stellte indes nach Angaben der Nachrichtenagentur ISNA eine Wiedereröffnung der Straße von Hormuz in Aussicht. Pezeshkian knüpft diesen Schritt jedoch an ein Ende der US-Seeblockade sowie militärischer Aktionen der US-Armee. Pezeshkian äußerte sich laut ISNA in einem Interview mit dem indischen Fernsehsender "India Today". Der vollständige Text des Interviews soll später vom iranischen Präsidialamt veröffentlicht werden. Pezeshkian nimmt derzeit am BRICS-Staaten Gipfel in Indien teil. Die Abkürzung BRICS steht für die Anfangsbuchstaben der ersten fünf Mitglieder Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. Auch Saudi-Arabien, der Iran, Ägypten, Äthiopien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Indonesien sind Mitglieder.

Laut Pezeshkian unterzeichnen der Oman und Iran am Montag in der omanischen Hauptstadt Maskat ein Abkommen über neue Schiffsrouten in der Meerenge. Beide Länder sind Anrainer der Straße von Hormuz. Bei der Unterzeichnung nehmen Pezeshkian zufolge auch die Außenminister der arabischen Anrainerstaaten des Persischen Golfs teil. Das Abkommen solle dann der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) übergeben werden.

Saudi-Arabien hat unterdessen die wichtige Ost-West-Pipeline, die unter Umgehung der faktisch blockierten Straße von Hormuz Öl vom Persischen Golf zum Roten Meer bringen kann, nach Angriffen auf die Leitung in den Regionen Riad und Medina vorsorglich abgeschaltet. Das teilte die staatliche Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf eine Quelle im Energieministerium mit. Laut Außenministerium gab es mehrere Verletzte bei dem Drohnenangriff, der aus dem Irak gestartet worden sei.

Wer hinter dem Angriff steckt, erklärte das Ministerium in seiner Mitteilung auf der Plattform X jedoch nicht. Im Irak operieren aber einige vom Iran unterstützte Milizen. Die mehr als 1.200 Kilometer lange Pipeline war Berichten zufolge bereits Ende Juli von Verbündeten des Irans vom Irak aus attackiert worden.

Laut Außenministerium wurden zudem Sachschäden registriert. Der Angriff werde auf das Schärfste verurteilt. Das Energieministerium teilte weiter mit, es seien die notwendigen Maßnahmen getroffen worden, um die Pipeline zu sichern.

Der Irak hat nach Angaben des Büros des Ministerpräsidenten einen Militärkommandanten abgesetzt. Untersuchungen hätten ergeben, dass die jüngsten Drohnenangriffe auf Saudi-Arabien von irakischem Gebiet ausgegangen seien. Der Kommandant war der Mitteilung zufolge bisher für Einsätze in der südirakischen Provinz Maysan zuständig.

Der Irak schloss zudem als Vorsichtsmaßnahme den Grenzübergang Shalamcheh zum Iran. Das sagten zwei Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Derzeit laufe ein groß angelegter Einsatz, um die Täter zu fassen. Unterdessen warnte der saudi-arabische Zivilschutz in Khamis Mushait vor einer möglichen Gefahr.

Der US-Sender CNN berichtete unter Berufung auf Angaben von US-Regierungsbeamten ebenfalls, dass die Pipeline durch Drohnen angegriffen worden sei, die aus dem Irak gestartet sein sollen. Das für die Nahost-Region zuständige US-Kommando CENTCOM lehnte auf Anfrage einen Kommentar zu dem Bericht ab.

Die Pipeline hat seit Beginn des Iran-Kriegs eine noch größere Bedeutung bekommen. Saudi-Arabien leitet durch sie Öl um, das eigentlich für darauf wartende Öltanker im Persischen Golf bestimmt gewesen wäre. Seit Beginn der Attacken der USA und Israels Ende Februar auf den Iran sowie Gegenangriffen ist die Durchfahrt von Handelsschiffen durch die Straße von Hormuz faktisch blockiert.

Nach einer ersten Analyse seien Pumpstationen getroffen worden, die sich neben der Pipeline befinden, berichtete CNN weiter. Satellitenbilder sollen laut CNN zeigen, dass es zu Bränden gekommen sein könnte. Ob die Pipeline beschädigt wurde, sei unklar.

Mit einer Fördermenge von rund zehn Millionen Barrel pro Tag ist Saudi-Arabien nach den USA der zweitgrößte Ölproduzent der Welt.

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