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Russland und Ukraine setzen gegenseitigen Angriffe fort

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Wieder gegenseitige Drohnenangriffe (Archivbild)
©APA/APA/AFP/SERGEI SUPINSKY
Russland und die Ukraine haben ihre gegenseitigen Angriffe auch in der Nacht auf Sonntag fortgesetzt. Laut russischen Behörden wurden in der Teilrepublik Tatarstan zwei Menschen bei einem ukrainischen Drohnenangriff getötet. In der ukrainischen Kleinstadt Jahodyn nahe der Grenze zu Polen schlug indes laut Kiew eine russische Drohne ein. In der Grenzregion Wolyn habe zudem Drohne einen Personenzug zwei Kilometer vor der polnischen Grenze angegriffen. Verletzte gebe es nicht.

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In der russischen Teilrepublik Tatarstan wurden infolge eines ukrainischen Drohnenangriffs zwei Menschen getötet. Eine Drohne sei in einen Baum gestürzt, wodurch ein in der Nähe stehendes Auto mit vier Insassen beschädigt worden sei, teilte der Bürgermeister der Stadt Nischnekamsk, Radmir Beljajew, am Sonntag auf Telegram mit. Zwei der Insassen seien ums Leben gekommen, die anderen beiden seien schwer verletzt worden.

Vier weitere Menschen wurden Beljajew zufolge verletzt, als eine Drohne in ein Wohnhaus stürzte. Industrieobjekte und zivile Objekte seien beschädigt worden. In einem nicht näher genannten Unternehmen sei ein Feuer ausgebrochen, das schnell gelöscht worden sei.

Der Generalstab in Kiew bestätigte unter anderem einen Angriff auf Nischnekamsk. Die Raffinerie Taneko sei getroffen und die Entzündung eines der Tanks festgestellt worden. Schon in der Vergangenheit hatte Kiew bei Gegenangriffen die Ölraffinerie in Nischnekamsk getroffen.

Die Ukraine attackierte nach eigenen Angaben außerdem die Raffinerie Slawjansk Eko in der russischen Region Krasnodar. Eine Ölverarbeitungsanlage und ein Tankpark seien getroffen worden, teilte der ukrainische Militärgeheimdienst HUR mit. Ein großflächiges Feuer sei ausgebrochen. Zur Begründung hieß es, die Anlage in Slawjansk-na-Kubani diene dem russischen Angriffskrieg.

Der Zivilschutzstab der Region Krasnodar teilte bei Telegram lediglich mit, dass auf dem Gelände eines nicht näher beschriebenen Unternehmens ein Feuer ausgebrochen sei. Herabstürzende Drohnentrümmer hätten außerdem eine Gasleitung in einem Wohngebiet der Stadt Slawjansk-na-Kubani, beschädigt. Schon in der Vergangenheit war die Raffinerie dort getroffen worden. Im Sommer brannte sie infolge einer Attacke mehrere Tage lang.

Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als viereinhalb Jahren gegen den russischen Angriffskrieg. Als Teil ihres Abwehrkampfes nimmt sie auch Ziele im russischen Hinterland ins Visier.

Eine russische Drohne schlug unterdessen in der Nacht auf Sonntag nahe der ukrainisch-polnischen Grenze in der Kleinstadt Jahodyn ein. Dies teilte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha auf der Plattform X mit und korrigiert damit eine frühere Aussage, wonach der Grenzübergang direkt getroffen wurde. Der Einschlagsort liegt rund 800 Meter von der Grenze entfernt, wie eine Sprecherin des polnischen Grenzschutzes der Nachrichtenagentur Reuters sagte. Der Grenzübergang sei während des Angriffs vorübergehend geschlossen worden.

In der Grenzregion Wolyn griff zudem eine Drohne die Lokomotive eines Personenzugs zwei Kilometer vor der polnischen Grenze an, wie die ukrainische Staatsbahn Ukrsalisnyzja mitteilte. Verletzte gebe es nicht. Über die Grenzübergänge zu Polen gelangt ein Großteil der westlichen Militär- und Humanitätshilfe in die Ukraine. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine sind wiederholt Drohnen oder Raketenteile in Nachbarländern wie Rumänien, Polen oder der Republik Moldau niedergegangen.

Der Chef des staatlichen russischen Atomenergiekonzerns, Alexej Lichatschow, warf der Ukraine unterdessen einen Angriff auf Diesel-Lastwagen nahe dem Kernkraftwerk Saporischschja vor. Dabei seien zwei russische Soldaten getötet und mehrere weitere verletzt worden, erklärt Lichatschow. Die Ukraine gefährde damit gezielt die Sicherheit der von Russland besetzten Anlage. Treibstoff ist für Generatoren wichtig, die die Kühlung der Reaktoren bei einem Ausfall der externen Stromversorgung sichern.

Der Angriff hat Lichatschow zufolge am Freitag stattgefunden, die Vorwürfe äußert der Rosatom-Chef am Sonntag. Beide Seiten werfen einander regelmäßig vor, die Sicherheit des größten europäischen Atomkraftwerks zu gefährden.

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