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Wieder Schiff in Straße von Hormuz angegriffen

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In der Straße von Hormuz ist erneut ein Schiff angegriffen worden. Es wurde bei der Durchfahrt der Meerenge von einem "unbekannten Geschoss" getroffen, wie die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) in der Nacht auf Sonntag mitteilte. Es gebe zunächst keine Informationen zum Verbleib der Besatzung oder möglichen Schäden. Der Vorfall ereignete sich einen Tag nach der Schließung einer saudischen Ölpipeline und lässt die Sorgen um die Energieversorgung wachsen.

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Anders als in den meisten bisherigen Fällen machte die UKMTO auch keine Angaben zum genauen Ort des Vorfalls in der Straße von Hormuz. Damit blieb unklar, ob das Schiff vor der Küste des Omans oder näher an der iranischen Küste getroffen wurde. Es blieb auch unklar, wer für den Angriff verantwortlich war.

Der Iran blockiert mit Drohungen und Angriffen auf Schiffe den Verkehr durch die Meerenge immer noch weitestgehend. Die Straße von Hormuz ist eine wichtige Passage für Öl-, Flüssiggas- und Düngerexporte aus den Staaten am Persischen Golf. Die Blockade hat Folgen für die ganze Weltwirtschaft.

Der neue Vorfall ereignete sich einen Tag, nachdem Saudi-Arabien mitgeteilt hatte, seine zur Umgehung der Straße von Hormuz wichtige Ost-West-Pipeline vorsorglich vorübergehend geschlossen zu haben. Grund war ein Drohnenangriff auf die Öl-Pipeline aus dem Irak, für den laut US-Präsident Donald Trump der Iran verantwortlich sein dürfte.

Die anhaltenden Angriffe könnten die Energiepreise weiter in die Höhe treiben. In der vergangenen Woche war der Preis für die Rohölsorte Brent wieder über 100 Dollar pro Barrel gestiegen.

Im Gegenzug zur Blockade der Straße von Hormuz durch den Iran, haben die USA eine Seeblockade iranischer Häfen verhängt. Die US-Armee hat dabei nach eigenen Angaben in den vergangenen zwei Monaten rund 100 Handelsschiffe gestoppt. "Kein einziges Schiff hat die Blockade ohne die Genehmigung der US-Streitkräfte passiert", erklärte das zuständige Regionalkommando Centcom am Samstag im Onlinedienst X. Die US-Kräfte konzentrierten sich "weiter voll und ganz auf diese Mission".

In dieser Woche hatten beide Seiten ihre Angriffe erneut verstärkt. Die USA beschossen mehrere iranische Öltanker. Der Iran verstärkte daraufhin seine Angriffe auf US-Ziele in der Golfregion und beschoss am Mittwoch nach eigenen Angaben 20 Schiffe bei deren Versuch, die Straße von Hormuz zu durchqueren. Die Märkte gehen nun davon aus, dass die Meerenge für längere Zeit de facto unpassierbar bleiben wird.

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