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Drohnen und Trümmerteile hätten zudem ein Hotel, einen Kindergarten und mehr als ein Dutzend Autos getroffen, teilte der von Moskau eingesetzte Gouverneur Michail Raswoschajew auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Auch der russische Einzelhändler Magnit meldete den Beschuss einiger Filialen. Demnach traf eine Drohne einen Magnit-Supermarkt in der Stadt Pawlowski Possad in der Region Moskau. Es seien auch Schäden an einem nahe gelegenen Gesundheitszentrum entstanden, sagte der Gouverneur der Region Moskau, Andrej Worobjow, auf Telegram. Das Gesundheitszentrum bleibe aber geöffnet.
Erst kürzlich hatte der russische Präsident Wladimir Putin auf die zunehmenden ukrainischen Angriffe auf Ölraffinerien und Logistikzentren reagiert. Am Montag ermächtigte er die russischen Behörden, die Kontrolle über unzureichend geschützte kritische Infrastrukturen zu übernehmen. Die Regelung erlaubt es, Vermögenswerte sowie Eigentumsrechte unter vorübergehende staatliche Zwangsverwaltung zu stellen, wenn die Betreiber ihre Schutzpflichten verletzen. Betroffen sind für die Sicherheit und wirtschaftliche Stabilität des Landes bedeutende Bereiche.
Unterdessen zerstörten russische Angriffe auf die Ukraine in der Nähe von Kiew Sortierzentren des privaten Post- und Kurierunternehmens Nova Poshta. Dies berichtete das Unternehmen. Auch in der nördlichen Stadt Sumy seien solche Zentren zerstört worden, teilte Nova Poshta auf Telegram mit. Vier gelenkte Luftbomben hätten das Terminal in Sumy getroffen und zudem drei Lastwagen beschädigt. Alle Mitarbeiter seien unversehrt. Der Betrieb laufe weiter. Die Einrichtungen von Nova Poshta wurden seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine im Februar 2022 wiederholt attackiert.
Während Moskau und Kiew ihre gegenseitigen Angriffe fortsetzten, ging auf europäischer Ebene die Debatte rund um eingefrorene russische Vermögenswerte weiter. Medienberichten zufolge hatten mehrere EU-Staaten in einem Schreiben an die Europäische Kommission eine Wiederaufnahme der Pläne zur Nutzung eingefrorener russischer Staatsvermögen für die Ukraine gefordert. Zu den Mitverfassern des Schreibens zählen unter anderem Schweden, die Niederlande, Spanien und Polen. Am Freitag dankte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha den vier Ländern auf der Onlineplattform X. "Es ist nur fair und logisch, russische Vermögenswerte anstelle von Steuergeldern der europäischen Bürger zu verwenden, um die zusätzlichen Kosten für die Verteidigung der Ukraine und des restlichen Europas vor der russischen Bedrohung zu decken", fügte er hinzu.
Russland führt seit Februar 2022 eine großangelegte Offensive in der Ukraine. Die Ukraine verteidigt ihre Souveränität unter anderem mit Luftangriffen auf Ziele in Russland und mit Hilfe westlicher Staaten.
