ABO

Mindestens 13 Tote durch ukrainischen Angriff

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
4 min
Die Kämpfe gehen auf beiden Seiten weiter
©AFP, APA, ROMAN PILIPEY
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Stadt Nischnekamsk sind den dortigen Behörden zufolge mindestens 13 Menschen getötet und 48 weitere verletzt worden, teilte die Regierung in der Hauptstadt Kasan mit. Republikchef Rustam Minnichanow verhängte offiziell Trauer in Tatarstan. Der Angriff habe Industrieanlagen und zivilen Einrichtungen gegolten. Nischnekamsk liegt in der Region Tatarstan rund 1.000 Kilometer östlich von Moskau.

von

News auf Google bevorzugen

Der Bürgermeister von Nischnekamsk, Radmir Beljajew, hatte zuvor von einem massiven Angriff mit ukrainischen Drohnen auf Industrieanlagen und zivile Objekte sowie von Toten berichtet. Auf in sozialen Netzwerken verbreiteten Videos war aufsteigender Rauch über einer Anlage zu sehen, bei der es sich offenbar um die Raffinerie handelte. Später bestätigte der Generalstab in Kiew den Angriff auf die Raffinerie "Taneko" in Nischnekamsk.

Die Taneco-Raffinerie des Unternehmens Tatneft war bereits Anfang Juni von der Ukraine angegriffen worden. Sie gehört zu den modernsten Raffinerien in Russland. Im Jahr 2024 verarbeitete sie 17 Millionen Tonnen Rohöl und produzierte 2,7 Millionen Tonnen Benzin sowie 8,5 Millionen Tonnen Diesel.

Die Ukraine hat in den vergangenen Monaten ihre Angriffe auf russische Ölraffinerien verstärkt. Dies führte in vielen Teilen Russlands zu Treibstoffengpässen. Den russischen Behörden zufolge sind diese Probleme inzwischen jedoch größtenteils behoben.

Ukrainische Spezialkräfte haben zudem nach eigenen Angaben die petrochemische Anlage SapSibNeftechim im russischen Gebiet Tjumen mit Drohnen angegriffen. Der Angriff löste laut einer Telegram-Mitteilung einen Brand aus und verursachte Zerstörungen. Der dortige Gouverneur berichtete ebenfalls von einem Feuer in einer Industrieanlage nach einer Drohnenattacke. Tjumen liegt gut 2.000 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.

In der Ukraine wurden in der nordöstlichen Region Charkiw nach Behördenangaben fünf Menschen durch einen russischen Artillerieangriff getötet. Der "massive" Angriff habe sich gegen ein Wohngebiet im Ort Bugajiwka gerichtet, erklärte die Staatsanwaltschaft im Onlinedienst Telegram. Mehrere Häuser seien zerstört worden. Dazu veröffentlichte die Behörde das Bild von Trümmern eines Hauses.

Laut Behördenangaben wurde zudem in der südukrainischen Region Cherson nahe der Front durch einen russischen Drohnenangriff ein Mann in einem Taxi getötet. Die ukrainische Luftwaffe erklärte, Russland habe das Nachbarland in der Nacht mit 126 Drohnen angegriffen. In der südukrainischen Region Odessa waren derweil nach einem russischen Angriff vom Wochenende weiter zehntausende Haushalte ohne Strom.

Bei einem russischen Luftangriff auf die südostukrainische Großstadt Saporischschja wurden zudem mindestens 13 Menschen verletzt. Militärgouverneur Iwan Fedorow informierte auf Telegram über beschädigte Wohnhäuser und in Brand gesetzte Autos. Es sei mindestens eine Gleitbombe auf die Industriestadt abgeworfen worden. Für die Großstadt gilt aufgrund ständiger Angriffe fast ununterbrochen Luftalarm. Die Frontlinie ist nur etwas mehr als 20 Kilometer von Saporischschja entfernt.

Oleksiy Yukov (L), head of the Ukrainian Platsdarm search unit, and his wife Yevheniia Kaluhina send a flower crown to float over a river in memory of an attack on Ukrainian prisoners of war in the Russian-controlled prison in Olenivka, in the town of Izium, in the eastern Kharkiv region, on July 28, 2026, amid the Russian invasion of Ukraine. For years, Oleksiy Yukov walked the boundary between the living and the dead as he led a group of volunteers retrieving corpses in the most dangerous parts of Ukraine's front. He was killed on August 5, 2026 during what would be his last search mission, the news of his death triggering an outpour of grief, especially in the eastern Ukraine, where he had become a familiar figure, often appearing in the moments of grief that have come to define life the Donetsk region, battered by years of Russian assaults. (Photo by Roman PILIPEY / AFP)

Über die Autoren

Logo
Monatsabo ab € 21,75
Ähnliche Artikel
2048ALMAITVEUNZZNSWI314112341311241241412414124141241TIER