von
An dem Flughafen war diese Woche in der Nähe ukrainischer Transportflugzeuge eine mit Sprengstoff und Zünder bestückte Drohne entdeckt und von einem Mitarbeiter zum Absturz gebracht worden. Ein infolge der Sperre kurz danach durchstartendes Flugzeug kollidierte mit einem unbekannten kleineren Flugobjekt, möglicherweise einer zweiten Drohne.
Während einige Experten nach dem Fund der Drohne auf Russland als Tatverdächtigen zeigen, sprach der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt zurückhaltender von einem "hybriden" Angriff "fremder Mächte". Die deutsche Bundesanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr.
Nach dem Vorfall hat die Polizei einen Posten mit speziellem Radar am Flughafen Leipzig/Halle eingerichtet. Die Technik wurde auf der Besucherplattform des alten Towers installiert, wie ein dpa-Fotograf beobachtete. Für Details war die deutsche Bundespolizei am Samstag nicht zu erreichen. Laut dem Nachrichtenportal "Tag24" handelt es sich um ein EchoShield-Radarsystem, das Drohnen auf größere Distanzen erkennen und ihre Flugbahnen verfolgen kann.
