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Russische Drohne trifft Geheimdienst-Hauptquartier in Kiew

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Dieses Archivbild zeigt Rauch nach Abschuss ohne über Kiew
©Afp, Sergei SUPINSKY, APA
Eine russische Drohne hat nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj das Hauptquartier des ukrainischen Geheimdienstes SBU im Zentrum von Kiew getroffen. Der Angriff habe direkt auf das Büro des SBU-Chefs in dem Gebäude gezielt. Nach Angaben des Kiewer Bürgermeisters Witali Klitschko wurden fünf Menschen verletzt. Über dem getroffenen Gebäude stieg dichter schwarzer Rauch auf. Der SBU spielt eine wichtige Rolle bei der ukrainischen Verteidigung.

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Zuvor war bei einem ukrainischen Drohnenangriff in Brjansk zwei Menschen getötet worden. Außerdem brannte ein Öldepot in der russischen Schwarzmeer-Hafenstadt Sotschi.

Die russischen Streitkräfte teilten indes mit, zwei Frachtschiffe im Schwarzen Meer angegriffen zu haben. Sie hätten Waffen, Munition und andere militärische Ausrüstung für die Ukraine an Bord gehabt, erklärte das russische Verteidigungsministerium.

Russland griff in der Nacht auf Freitag auch Energieinfrastrukturanlagen in der südukrainischen Region Odessa an. Das ukrainische Energieministerium warnte deshalb vor möglichen Netzeinschränkungen. Der Gouverneur von Odessa, Oleh Kiper, sagte zuvor, bei dem Angriff sei ein Mensch getötet worden. Mindestens fünf Menschen seien verletzt worden. In den vergangenen Wochen hat Russland die Region Odessa wiederholt angegriffen und sich auf die Hafen- und Energieinfrastruktur konzentriert.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO wurde in der Ukraine außerdem eines ihrer wichtigsten Lager bei einem Luftangriff getroffen. In dem Lager in der Region Kiew lagerten "humanitäre medizinische Güter", sagte WHO-Sprecher Christian Lindmeier am Freitag. Der Zugang sei wegen dichten Rauchs und aus Sicherheitsgründen vorerst nicht möglich. WHO-Beschäftigte seien nicht verletzt worden.

Der Angriff sei Teil eines "umfassenderen Musters, das humanitäre Einsätze im ganzen Land beeinträchtigt", sagte der WHO-Sprecher weiter. In diesem Jahr hätten bisher mindestens 20 Angriffe Auswirkungen auf Lager gehabt, in denen Güter für humanitäre Hilfe lagerten.

In den vergangenen Monaten seien drei von der WHO genutzte Lager in verschiedenen Regionen der Ukraine durch Luftangriffe beschädigt worden, sagte der Sprecher weiter. Dadurch seien medizinische Hilfsgüter zerstört worden, die für Frontgebiete und schwer erreichbare Regionen bestimmt waren. Laut dem WHO-Sprecher wurden die Standorte aller genutzten Lager in der Ukraine den Konfliktparteien mitgeteilt.

Die WHO dokumentiert solche Angriffe, beschuldigt jedoch als UNO-Organisation niemanden. Russland greift die Ukraine seit Beginn seines Angriffskriegs im Februar 2022 fast täglich mit Drohnen und Raketen an. Die Ukraine reagiert mit Angriffen auf russisches Gebiet.

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