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Diese Variante war in den vergangenen Tagen immer wieder inoffiziell ins Spiel gebracht worden. Sie vereint mehr oder weniger die Vorstellungen von ÖVP und SPÖ - letztere hatte beim Wehrdienst sechs Monate Grundwehrdienst und zwei Monate Milizübungen bzw. alternativ neun Monate Zivildienst und zwei Monate Übungen/Schulungen als Vorschläge genannt. Die ÖVP wiederum plädierte nach der Ablehnung ihres ursprünglich favorisierten Modells von acht Monaten Grundwehrdienst und zwei Monaten Milizübungen als Kompromissvariante für sechs Monate Grundwehrdienst und drei Monate Milizübungen (was knapp 100 Tage wären, Anm.). Den Zivildienst wollte sie auf zwölf Monate verlängern.
Mit "6 plus 100" und "9 plus 2" kämen sich SPÖ und ÖVP also wechselseitig entgegen - was allerdings noch wenig bedeutet, da die NEOS offenbar nach wie vor nicht überzeugt sind. Als grundsätzliche Befürworter eines Berufsheers haben sie den weitesten Weg zu gehen und wollen vor allem den Wehrdienst nicht durch einen möglichst langen Zivildienst "attraktivieren".
Nach wie vor ist eine Präsentation der Reform am Montag beim Sommerministerrat in Salzburg geplant. Davor stehen allerdings noch Verhandlungen am Programm - ob diese am Wochenende abgeschlossen werden, sei aber unklar, hieß es auch am Samstag.
